Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Jetzt müssen Ergebnisse her

Nach wie vor notiert die Siemens-Aktie im Bereich des Jahrestiefs. Trotz der anhaltenden Umbaumaßnahmen von Konzernchef Joe Kaeser fehlen beim DAX-Titel weiter die Impulse für nachhaltig steigende Kurse. Anleger blicken nun gespannt auf die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Zahlen, die am 8. November präsentiert werden, sollen zeigen, dass sich die neue Strategie zunehmend auch in den Bilanzen widerspiegelt. Es wird erwartet, dass Siemens im gebrochenen Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von 83,5 Milliarden Euro erzielt hat. Der operative Gewinn (EBIT) dürfte 6,6 Milliarden Euro betragen haben.

Mit den Zahlen zeigt sich auch die attraktive Bewertung von Siemens. Das KGV für 2018 liegt bei gerade einmal 14, hinzu kommt eine attraktive Dividendenrendite von 3,8 Prozent. Da die Risiken bei ähnlicher Bewertung deutlich geringer sind als beim kriselnden Erzrivalen General Electric (KGV: 14, Dividendenrendite: 3,9 Prozent), sind die Vorzeichen für steigende Kurse durchaus gegeben – solange Siemens die Erwartungen erfüllt.

Halteposition

Langfristig dürfte die Strategie von Siemens aufgehen. Das Chartbild bleibt aber unverändert schwach. Erst wenn sich die Aktie nachhaltig von den Tiefstkursen lösen kann, sollten Neueinsteiger wieder zugreifen. Bis dahin bleibt der DAX-Titel eine Halteposition mit Stopp bei 95 Euro.

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