Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Einmalige Chance – Zeit für das Comeback?

Die Siemens-Aktie gibt derzeit kein gutes Bild ab. Seit dem Hoch im Juli steht beim DAX-Titel ein Minus von gut zwölf Prozent zu Buche. Aus charttechnischer Sicht sind sogar weitere Verluste zu befürchten. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. Siemens-Chef Joe Kaeser soll Chef des Asien-Pazifik-Ausschusses (APA) werden. Eine Chance für das Unternehmen.

Als APA-Chef ist Kaeser mitverantwortlich für das Verhältnis der deutschen Wirtschaft zu China. Vor allem für Siemens ist das Reich der Mitte ein wichtiger Markt. In der jüngeren Vergangenheit gab es hier allerdings Probleme. Im Bereich der Zugtechnik brauchen die Chinesen das Know-how von Siemens für die Lizenznachbauten nicht mehr – Siemens ist mit den eigenen Teilen nur noch Zulieferer der Zulieferer. Zudem belastet eine Schmiergeld-Affäre in der Medizintechnik.

Es gibt aber auch Hoffnung. In der kriselnden Kraftwerkssparte setzt Siemens viel auf China. Im kommenden Jahr wird eine wichtige Pipeline aus Russland fertig. Damit sinken die Gaspreise und Gaskraftwerke werden konkurrenzfähig. Es ist ein Milliardengeschäft, Fachleute schätzen den Bedarf auf 70 bis 80 Gigawatt. Kaeser könnte nun dafür sorgen, dass die Chancen für Siemens auf einen Großauftrag steigen.

Es bleibt schwierig

Langfristig ist Siemens nach wie vor gut positioniert. Eine höhere Bewertung wäre durchaus gerechtfertigt. Allerdings sind Industriekonglomerate an der Börse derzeit nicht gefragt. Das trübe Chartbild spricht gegen einen Neueinstieg. Erst mit der Rückeroberung der Marke bei 108,50 Euro sollten Anleger wieder bereit stehen. Wer investiert ist, beachtet den Stopp bei 95 Euro.

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