SAP
- Benedikt Kaufmann

SAP: Top-Vorgaben aus den USA

Unternehmenssoftware boomt – das zeigten am Donnerstagabend die Zahlen von Splunk und Workday. Die guten Vorgaben aus den USA bringen am heutigen Freitag positive Vorzeichen für die Aktie des deutschen Software-Reisen SAP. Nach einer schwachen Woche, könnte es zum Ende der Woche noch einmal Aufwärts gehen.

Splunk – Erwartungen deutlich übertroffen

Splunk überraschte im vierten Quartal Anleger und Analysten. Der Umsatz kletterte um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 622 Millionen Dollar – deutlich über den Erwartungen der Analysten von 563 Millionen Dollar und über der Prognose der Geschäftsführung. Die Gewinne je Aktie von 0,93 Dollar lagen ebenfalls über den Schätzungen von 0,76 Dollar. Zudem konnte Splunk 600 Neukunden hinzugewinnen- Im Vorangegangenen dritten Quartal waren es nur 500 Kunden.

Die Splunk-Aktie steigt nachbörslich um fünf Prozent.

Die junge US-Firma bietet eine cloudbasierte Plattform an, die Informationen analysiert, wichtigen Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz herausfiltert und in anschaulichen Graphen und Tabellen darstellt. Dem Kunden kann damit auf unterschiedliche Art und Weise geholfen werden. Die Plattform von Splunk weist beispielsweise auf Probleme in einer Kunden-App hin, bevor es die Endbenutzer tun. Das erhöht nicht nur die Qualität der Anwendung, sondern schont auch Kapazitäten im Kundenservice. Zudem kann die Software auch Angriffe von Hackern oder Insidern auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens erkennen.

Workday – beliebt bei Kunden und Angestellten

Workday übertraf ebenfalls die Erwartungen der Analysten. Der Software-Konzern lieferte im vierten Quartal einen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal von 35 Prozent auf 788 Millionen Dollar bei Gewinnen je Aktie von 0,41 Dollar. Analysten erwarteten einen Umsatz von 777 Millionen Dollar bei Gewinnen je Aktie von 0,32 Dollar.

Die Workday-Aktie steigt nachbörslich bis zu fünf Prozent.

Workday gilt als das führende Software-Unternehmen im Bereich des Human-Resources-Management. Zusätzliches Wachstum beschert die Expansion in Finanzsoftware. So bietet Workday Lösungen für die Buchhaltung, die Innenrevision oder die Finanzplanung. Die hohe Kundenzufriedenheit, ein Kernfokus des jungen Unternehmens, hilft dabei, bestehenden Kunden zusätzliche Software zu verkaufen. Aktuell zählen 40 Prozent der Unternehmen auf der Fortune 500 Liste zu den Workday-Kunden – Tendenz steigend. Zudem wurde der US-Konzern auf der Fortune-Liste der 100 besten Arbeitsplätze mit dem vierten Platz ausgezeichnet.

Blue-Chip-Favorit

Der Aktie von SAP, dem führenden Unternehmens-Software-Anbieter aus Europa, sollten die starken Zahlen aus den USA zum Ende der Woche ebenfalls neuen Schwung geben. Die Q4-Zahlen und auch der Ausblick zeigen: Die Chief Information Officer der US-Konzerne sind bereit in Enterprise-Software unverändert hohe Summen zu investieren. Das anhaltende Wachstum der Branche zeigt auch die unten stehende Grafik von Morgan Stanley.

In einem derart positiven Umfeld sieht DER AKTIONÄR keine Anhaltspunkte, Anleger vom Software-Markt fernzuhalten. Sektor kaufen! SAP bleibt Blue-Chip-Favorit.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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