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- Marion Schlegel - Redakteurin

RWE und E.on im Aufwind: Atomkommission erwägt Einmalzahlung

Im freundlichen Gesamtmarkt können die Aktien von RWE und E.on am Freitag deutlich zulegen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg tendiert die Atomkommission dazu, sich für eine Einmalzahlung der Atomkonzerne an den Staat auszusprechen. Die endgültigen Vorschläge werden am kommenden Montag (29. Februar) erwartet.

Wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, erwägt die Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs (KFK), die einmalige Zahlung eines Risikozuschlages vorzuschlagen. Der Deal würde so aussehen: Die Atomkonzerne überweisen bis 2022 mindestens 30 Prozent ihrer Rückstellungen, die sie für die Zwischen- und Endlagerung gebildet haben, an den Staat. Im Gegenzug werden Sie teilweise aus der Verantwortung für die atomaren Altlasten entlassen.

Für die Reaktorstilllegung sowie für Verpackung und Transport des radioaktiven Abfalls soll jedoch die Versorger verantwortlich bleiben. Alleine dafür werden die Kosten auf fast 30 Milliarden Euro geschätzt.

Positive Reaktion

Am Markt kam die Meldung zunächst positiv an. Eine Einmalzahlung wäre weitaus positiver als eine fortdauernde Haftung, erklärte Macquarie-Analyst Peter Crampton. „Den Markt interessiert eine Begrenzung des Risikos, das bei der Zwischen- und Endlagerung sehr groß ist.“ Die Aktien von RWE und E.on kletterten in der Folge deutlich ins Plus.

Versorger-Aktien meiden!

Mit 30 Prozent ihrer Rückstellungen kämen die Energieriesen vergleichsweise günstig davon. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob und wie die Versorger die Milliardenzahlung leisten können. Schließlich liegen die bisherigen Rückstellungen nicht auf Konten, sondern stecken in Kraftwerken, Stromnetzten und Finanzanlagen. Vor allem RWE sitzt zudem auf einem beachtlichen Schuldenberg.

In Anbetracht der unklaren Zukunftsperspektive und der hohen Volatilität der Versorger-Titel bleibt DER AKTIONÄR bei der Empfehlung, die Aktien von RWE und E.on zu meiden.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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