E.on
- Nikolas Kessler - Volontär

RWE und E.on: Es fehlen Milliarden

Den deutschen Energieversorgern fehlen Rückstellungen in Milliardenhöhe, um den Atomausstieg zu finanzieren – das sei das Ergebnis des von der Bundesregierung initiierten „Stresstests“, berichtet der Spiegel.

Die vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragten Wirtschaftsprüfer seien in ihrem Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass den Konzernen Rückstellungen in Höhe von 30 Milliarden Euro fehlen, heißt es in dem Artikel. Die bereits gebildeten Rückstellungen von etwa 39 Milliarden Euro würden demnach zwar ausreichen, um die Atomkraftwerke in Deutschland zurückzubauen, nicht aber für den ebenfalls erforderlichen Aufbau eines Endlagers.

Grund für die Misere seien vor allem die niedrigen Zinsen. Die Unternehmen E.on, RWE, Vattenfall und EnBW hätten die Zinserträge bei ihren Planungen zu positiv eingeschätzt. In den Büchern seien diese teilweise mit 4,7 Prozent bewertet. Auch der von den Unternehmen angesetzte Realzins sei positiv. Die Wirtschaftsprüfer gingen nach Abzug von Inflationsrate und anderen Parametern dagegen von einem negativen Realzins aus, so der Spiegel.

Eine Sprecherin des Energiekonzerns RWE sagte, dass dem Unternehmen noch keine finale Fassung der Prüfung bekannt sei. RWE gehe aber davon aus, dass die gebildeten Rückstellungen richtig und angemessen seien und dies auch bestätigt werde.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Handelsblatt berichtet, dass die Rückstellungen der Versorger aufgestockt werden müssten. Auch hier war das derzeit niedrige Zinsniveau als Grund für den Fehlbetrag genannt worden. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte im Juni Experten mit einem Gutachten beauftragt. In der vergangenen Woche hatte das Ministerium mitgeteilt, dass die Arbeiten der Prüfer noch andauerten und Ergebnisse noch nicht vorlegen würden.

Versorger-Aktien meiden

Spekulationen, wie es mit den deutschen Versorgern nach der Energiewende weitergeht und ob sie den Atomausstieg wie geplant finanzieren können, lasten seit Monaten wie Blei auf den Aktien von RWE und E.on. In Anbetracht der unklaren Zukunftsperspektive sollten Anleger weiterhin einen großen Bogen um die Versorger-Titel machen.

(Mit Material von dpa-AFX)


Die Autobiographie von Jordan Belfort - sensationell zu lesen!

Der Wolf der Wall Street

Autor: Belfort, Jordan
ISBN: 9783938350744
Seiten: 704
Erscheinungsdatum: 09.10.2008
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

In den 1990er-Jahren war Jordan Belfort eine der erfolgreichsten – und verrufensten – Figuren der amerikanischen Finanzwelt: ein brillanter Aktienhai, der seine wilde Bande von Brokern auf die Wall Street losließ.

In seiner schonungslos offenen Autobiografie erzählt Belfort eine Geschichte von Gier, Macht und Exzessen, die man so nicht erfinden könnte.

Seine Betrügereien machten ihn schnell zum Millionär – doch am Ende wurden ihm seine Ausschweifungen, seine illegalen Methoden sowie eine schick­salhafte Partnerschaft zum Verhängnis und ließen ihn ganz tief abstürzen.

Lesen Sie die außergewöhnliche Geschichte eines ganz normalen Jungen, der mit 16 Eis verkaufte und mit 26 Millionen verdiente. Bis alles krachend zusammenstürzte …

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und RWE: „Nach Kursrutsch attraktiv“

Die Aktien der beiden gebeutelten Energieversorger E.on und RWE konnten im gestrigen Handel deutlich zulegen. Hauptgrund hierfür dürfte eine Studie der französischen Großbank Societe Generale gewesen sein, wonach die Kursverluste der beiden DAX-Titel in den vergangenen Monaten „übertrieben“ gewesen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on: 9,3 Milliarden Euro Verlust!

Die Neuausrichtung hat dem Energieversorger E.on den nächsten gigantischen Nettoverlust eingebrockt. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres verbuchte das Unternehmen ein Nettominus von 9,3 Milliarden Euro. Damit liegt der Verlust noch einmal 3,6 Milliarden Euro höher als vor einem Jahr. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und Uniper im Aufwind

Der Essener Energieriese E.on und seine Kraftwerkstochter Uniper wollen nach einem Bericht der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) mehrere hundert Millionen Euro sparen. Allein E.on plane Einsparungen im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich. Die Aktien der beiden Versorger legen im frühen … mehr