RWE
- Markus Bußler - Redakteur

RWE: Höhere Preise = höhere Kurse?

Kann eine Strompreiserhöhung etwas Gutes haben? Ja, zumindest dann, wenn man Aktionär von RWE ist. Die Aktie notiert heute im vorbörslichen leicht fester. Der Grund liegt in einer geplanten Erhöhung der Strompreise. Doch die Analysten bleiben skeptisch.

RWE-Aktien haben sich am Montag bei Lang & Schwarz mit plus 0,19 Prozent gegen den insgesamt schwächer erwarteten Markttrend gestemmt. Händler verwiesen auf einen Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, wonach der Versorger die Strompreise für 750 000 Kunden erhöhe. Laut Händler könnte das den Kurs etwas stützen.

Dennoch: Die Analysten blieben skeptisch. Bereits am Freitag haben die Experten der Societe Generale und der Deutschen Bank ihre Verkaufsempfehlung für das Papier erneuert. Der Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung biete aus Sicht der deutschen Energiekonzerne und Vertreter des Erneuerbare-Energien-Sektors nur wenig Grund zur Begeisterung, schrieb Deutsche Bank-Analyst Alexander Karnick in einer Branchenstudie. Er geht davon aus, dass auch die künftige Energiepolitik in Deutschland den Unternehmen aus diesem Segment keine große Stütze mehr sein wird.

DER AKTIONÄR favorisiert weiterhin die Aktie des Konkurrenten E.on. Das Unternehmen hat sich bereits deutlich besser auf die Energiewende eingestellt und sich im Ausland positioniert.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE-Aktie: Schock für Anleger

Bereits im vergangenen Jahr ist beim Versorger RWE die Dividende ausgefallen. Nun wurde bekannt, dass die ehemalige Gewinnmaschine erneut nichts ausschüttet. Vor allem die wichtigen kommunalen Aktionäre in Nordrhein-Westfalen dürften davon nicht begeistert sein. Die jahrelang verlässliche Dividende … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Vier Probleme!

Seit dem Börsengang der Tochter Innogy verbleibt bei RWE lediglich das konventionelle Energiegeschäft. Der DAX-Konzern muss nun beweisen, dass mit den alten Kraftwerken und der 77-Prozent-Beteiligung an der grünen Tochter ein zukunftsfähiges Modell entstanden ist. Vier Probleme müssen gelöst werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Probleme der Energiewende

Die Bedeutung der klassischen Kraftwerke hat in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen. Über 30 Prozent des Stromverbrauchs decken die Erneuerbaren Energien bereits ab. Bei der Einspeisung haben diese per Gesetz Vorrang. Aufgrund der jüngsten Ereignisse fordert RWE jetzt jedoch eine Reform … mehr