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- Maximilian Völkl

RWE: Hacker-Attacke – das steckt hinter dem Angriff

Bereits seit Wochen sieht sich der Versorger RWE scharfer Kritik ausgesetzt. Ursache sind die geplanten Rodungen im Hambacher Forst, um den Kohleabbau fortzusetzen. Nachdem Aktivisten die Wälder bereits seit Jahren besetzt halten, haben Hacker nun die Internetseite des DAX-Konzerns lahmgelegt. Die Aktie reagiert im frühen Handel unbeeindruckt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in einem Youtube-Video anonyme Drohungen gegen RWE gegeben, deren Ziel es war, die Internetseiten des Versorgers abzuschalten, wenn die Rodung des Hambacher Forsts nicht aufgegeben wird. Eine Flut ungesteuerter Anfragen hat nun die Leistungsfähigkeit des Servers erheblich reduziert. „In der Folge war die Website zeitweise nur schwer oder mancherorts gar nicht erreichbar“, so ein RWE-Sprecher.

IT-Spezialisten des Unternehmens sind demnach bereits damit beschäftigt, das Problem zu lösen. Sicherheitseinrichtungen seien aber nicht betroffen. RWE hat inzwischen auch Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Räumung des Hambacher Forsts durch die Polizei wird derweil fortgesetzt, nachdem sie wegen des tragischen Unfalltods eines Journalisten für einige Tage ausgesetzt wurde.

Dabeibleiben

Für die Umweltschützer ist der Hambacher Forst das Symbol des Widerstands gegen den Klimasünder RWE. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist Kohlestrom aber nach wie vor essentiell. Wichtig ist aber auch, dass RWE sich künftig wieder auf erneuerbare Energien zurückbesinnt. Der Konzern kann dem Kohleausstieg deshalb einigermaßen entspannt entgegensehen. Anleger lassen die Gewinne bei der Aktie laufen. Kurzfristig könnte der Imageschaden durch die Rodungen allerdings etwas belasten.

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