Royal Dutch Shell
- Thorsten Küfner - Redakteur

Royal Dutch Shell knickt ein

Der britisch-niederländische Energieriese Royal Dutch Shell hat die Notbremse gezogen: Demnach will der Konzern mangels Erfolgs und wegen zu hoher Kosten weitere Erkundungen vor der Küste Alaskas stoppen. Der Stopp bringt für das Unternehmen jedoch finanzielle Belastungen in Milliardenhöhe mit sich.

Shell hatte auf hoher See, rund 240 Kilometer vom Festland entfernt, in diesem Sommer eine Bohrung bis zu einer Tiefe von 2 Kilometern unternommen und war dabei auf Anzeichen von Öl und Gas gestoßen - jedoch nicht genug um eine weitere Erschließung zu rechtfertigen. Zudem seien die staatlichen Vorgaben herausfordernd und unpräzise. Die finanziellen Belastungen für den Stopp bezifferte Shell auf etwa drei Milliarden Dollar, bezogen auf den Buchwert des Projektes. Weitere 1,1 Milliarden Dollar dürften für zukünftige Vertragsverpflichtungen anfallen. Weitere Details will das Unternehmen bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal geben.

Sinnvolle Entscheidung
Angesichts der ökologischen und ökonomischen Risiken in Zeiten eines niedrigen Ölpreises ist es durchaus sinnvoll, bei den Bohrungen vor Alaska die Reißleine zu ziehen. Die mit einem 2016er-KGV von 12 und einem KBV von 0,9 günstig bewertete Shell-Aktie bleibt weiterhin attraktiv und der Top-Pick im Ölsektor. Hinzu kommt eine satte Dividendenrendite.

Noch nicht investierte Anleger sollten vor einem Einstieg jedoch noch eine Bodenbldung abwarten. Wer die Aktie bereits hat, beachtet den Stopp bei 18,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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