ROCKET INTERNET
- Jonas Groß - Volontär

Rocket Internet nach 50-Prozent-Sturz am Tiefpunkt

Das dürfte den Samwer-Brüdern nicht gefallen. Die Rocket-Aktie fällt und fällt. Alleine im letzten Monat verlor der Titel ein Viertel an Wert. Seit dem Allzeithoch sank der Kurs sogar um 50 Prozent. Die Talfahrt scheint noch nicht vorbei. Auch am Mittwoch notiert die Aktie der Startup-Schmiede klar im Minus und markierte sogar ein Allzeittief.

Wert steigt – trotzdem Verluste

Wie Rocket bei seinen Quartalszahlen bekannt gab, sei der Wert der Unternehmen im Produktportfolio um fast 100 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Allerdings schreiben die „Proven Winners“, wie Rocket Internet seine zwölf aussichtsreichsten Firmen nennt, weiterhin Verluste. Alleine IPO-Kandidaten Westwing und Home24 machten im ersten Quartal einen bereinigten Bertriebsverlust (EBITDA) von zusammen 38,5 Millionen Euro.

IPO-Pläne

Der Börsengang von Westwing wird sich Reuthers-Angaben zufolge verzögern und nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. Rocket Internet hält aktuell 32 Prozent am Online-Möbelhändler Westwing.

Im Gegensatz zu Westwing soll die Rocket-Beteiligung HelloFresh noch in diesem Jahr an die Börse gehen, wie die Nachrichtenagentur berichtet. Das IPO könnte bereits im Oktober über die Bühne gehen. Das Berliner Startup liefert Kochboxen bis an die Haustür.

 

Finger weg!

Neuanleger sollten die Rocket-Aktie aktuell meiden. Die Bewertung der Unternehmen im Portfolio scheint sehr hoch. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 5,2 Milliarden Euro. Einsteiger sollten unbedingt eine Trendwende abwarten.

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