Rocket Internet
- Nikolas Kessler - Redakteur

Rocket Internet: Fashion-Beteiligung schreibt weiter rote Zahlen

Die Rocket-Internet-Beteiligung Global Fashion Group (GFG) hat am Mittwoch Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt. Auch wenn der Umsatz gesteigert und die Verluste eingedämmt wurden – positive Impulse für die gebeutelte Rocket-Aktie können sie nicht liefern.

Die Unternehmensgruppe hat 2016 erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlöse um 26,4 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro gestiegen. Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im gleichen Zeitraum um rund 40 Prozent auf 128 Millionen geschrumpft. Zum Jahresende lag das Barvermögen bei 255 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Positiv sticht unter den GFG-Unternehmen vor allem der Zalando-Klon Namshi im Mittleren Osten heraus, der mit einem bereinigten EBITDA von 2,5 Millionen Euro den Sprung in die Gewinnzone geschafft hat. Die Südamerika-Tochter Dafiti, deren osteuropäisches Pendant Lamoda sowie Zalora und The Iconic in Südostasien stecken dagegen weiterhin tief in den roten Zahlen.

Böse Erinnerung an die Milliarden-Abschreibung

Vor rund einem Jahr musste der Wert der Global Fashion Group, an der Rocket Internet rund ein Fünftel der Anteile hält, im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde um zwei Drittel auf eine Milliarde Euro nach unten korrigiert werden. Dies hat nicht nur zu einem deutlichen Einbruch der Rocket-Aktie geführt, sondern auch zum Verlust von 617 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016 beigetragen.

 

Rocket-Aktie kein Kauf

Auch wenn die Mode-Beteiligung ihre Verluste eindämmen konnte, reagiert die Rocket-Aktie am Mittwoch verhalten auf die Zahlen. Im durchwachsenen Gesamtmarkt gelingt es dem Kurs nicht, sich deutlich vom jüngst markierten Allzeittief bei 15,23 abzusetzen. Nachdem sie im März ausgestoppt wurde, sollten Anleger die Aktie aktuell meiden.

 


 

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