Sixt
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert Sixt: Wettbewerber überholt und abgehängt - US-Geschäft und App als Wachstumstreiber

Auch nach dem fünften Rekordjahr in Folge will Sixt in Zukunft weiter Gas geben und sich mittelfristig insbesondere durch die weitere Digitalisierung des Autovermietungsgeschäfts zum globalen Anbieter für individuelle Mobilität entwickeln. Gleichzeitig soll die Internationalisierung im europäischen Ausland und in den USA vorangetrieben werden. Anleger mit Weitblick steigen ein und fahren mit.

Sixt konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr bei allen relevanten Finanzkennzahlen einen signifikanten Zuwachs erzielen und neue Rekordwerte erzielen. Im laufenden Jahr soll der operative Konzernumsatz unter anderem dank einer steigenden Nachfrage – vor allem im Auslandsgeschäft in der Autovermietung – weiter deutlich steigen. „Die ersten beiden Monate bestätigen diese Prognose“, so Vorstand Erich Sixt auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz. Beim Gewinn tritt der Firmenlenker dagegen etwas auf die Euphoriebremse – und erwartet nur ein stabiles Ergebnis vor Steuern. Die Gründe sind nachvollziehbar: Neben den obligatorischen Risiken für die Konjunktur belasten laut Sixt ein höheres Marketingbudget, Anlaufverluste neuer Stationen für die Autovermietung und die Investitionen in die neue Mobilitätsplattform. Doch wer Sixt kennt, der weiß, dass er in der Regel bewusst konservativ plant und lieber im Jahresverlauf positiv überrascht als am Ende als "Sprüchemeier" (O-Ton Sixt) dazu stehen.


In Europa hat Sixt eigenen Angaben zufolge mit seinem auf 16 Prozent gestiegenen Marktanteil den Wettbewerber Europcar überholt worden. Seinen Marktanteil in Deutschland schätzt der Branchenprimus auf 35 Prozent. Das größte Potenzial sieht der Firmenlenker aber weiter in den USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist Sixt mit 58 Stationen und knapp 400 Millionen Euro Umsatz bereits die Nummer vier hinter Enterprise (nicht börsennotiert), Avis und Hertz. Doch der Abstand der Pullacher zu dem Trio ist groß: Die US-Player kommen auf einen Marktanteil von 70 Prozent, Sixt dagegen nur auf 1,25 Prozent. Doch der Vorstand zieht in dieser Lücke auch eine Chance für kräftiges Wachstum: „Hier tritt David gegen Goliath an, aber Sie wissen, wer gewonnen hat“, so Sixt.

Auf dem Parkett hat Sixt seine US-Wettbewerber Avis und Hertz und den europäischen Anbieter Europcar in den vergangenen drei Jahren bereits kräftig abgehängt:

In fünf bis zehn Jahren dürfte der Konzern eigenen Angaben zufolge in den USA, wo Sixt vor allem mit seinem Service über dem landesüblichen Niveau kräftig Marktanteile gewinnt und trotz hoher Investitionen anders als Wettbewerber seit zwei Jahren profitabel ist, mehr umsetzen als in ganz Europa. „Vielleicht geht es auch viel schneller“, so der Firmenlenker.

Weiteres Wachstumspotenzial bietet die neue Mobilitätsplattform. Mit der Digitalisierung des Geschäfts und der Optimierung der analogen und digitalen Schnittstellen mutiert Sixt zu einem IT-Unternehmen mit angehängter Autovermietung und verfügt so über grenzenlose Skalierungsmöglichkeiten. „Mit dem heutigen Tag kommen wir als Marktführer in Deutschland unserer Vision eines globalen Anbieters individueller Mobilität ein großes Stück näher“, so Sixt bei der Vorstellung der neuen Mobilitätsplattform Ende Februar. Über die Details hat DER AKTIONÄR bereits ausführlich berichtet. 

Das Fazit hat Bestand: Auch wenn die Sixt App in Sachen Reichweite und Kundenzahl aktuell noch (!) auf kleiner Flamme gekocht wird, hat Sixt das Potenzial, ähnlich wie bei der Autovermietung vor vielen Jahren auch hier wieder vorne Weg zu fahren und seine Plattform im Markt zu etablieren, bevor potenzielle Wettbewerber an den Start gehen. Die schrittweise Integration des Leistungsangebots der Sixt App sollte sich in den kommenden Quartalen positiv in der Umsatz- und Gewinnentwicklung bemerkbar machen. An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Sixt hat die Zeichen der Zeit erkannt. Anleger mit Weitblick steigen ein und fahren mit. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot weiter mit Aktie und Hebel-Zertifikat auf steigende Kurse. Der Turbo-Call im Depot notiert rund 1.100 Prozent im Plus.

 
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Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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