SAP
- Michael Schröder - Redakteur

Real-Depot-Wert SAP: Kaufen, Buy, Outperform … was will man mehr?

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass die SAP-Aktien positiv auf die vorgelegten Zahlen reagiert haben. Im Tagesverlauf haben sich immer mehr Analysten zu Wert gemeldet. Der Tenor ist eindeutig. Die DAX-Papiere sind unterbewertet. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot weiter auf steigende Kurse.

SAP ist weiter auf Kurs. Obwohl sich der Softwarekonzern in wichtigen Wachstumsfeldern gut geschlagen hatte, war der Gewinn in den drei Monaten bis Ende Juni mit 557 Millionen Euro fast ein Viertel niedriger ausgefallen als vor einem Jahr. Die Walldorfer werden wohl einen zähen Patentstreit mit dem US-Softwarespezialisten Versata verlieren - und haben dafür 289 Millionen Euro zurückgelegt. Die eigentlichen Geschäfte waren teils besser gelaufen als von manchen Experten erwartet worden war. Der starke Euro war nicht mehr so stark ins Gewicht gefallen wie zuletzt. Der Umsatz hatte um zwei Prozent auf 4,15 Milliarden Euro zugelegt.

Frei nach dem Motto "keine schlechten Nachrichten sind gute Nachrichten" haben SAP-Aktien positiv auf die vorgelegten Zahlen reagiert. Auch bei den Analysten kommen die Daten gut an.

Independent Research hat das Kursziel für SAP nach Zahlen von 67 auf 68 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Resultate des Softwarekonzerns für das zweite Quartal seien überwiegend solide ausgefallen, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings hätten Rückstellungen für einen Rechtsstreit die Ergebnisentwicklung belastet.

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für SAP auf "Outperform" mit einem Kursziel von 67 Euro belassen. Der Softwarekonzern habe erneut mit seinem Cloud-Angebot und der Datenbanksoftware Hana gepunktet, so Analyst Mark Moerdler. Beide Trends dürften sich fortsetzen und SAP signifikante Zusatzerlöse bringen, ohne die Margen zu beeinträchtigen.

Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für SAP auf "Buy" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Die Kunden der Softwarehersteller gäben ihr Geld momentan vor allem für Anwendungen für den direkten Kunden- und Angestelltenkontakt aus, so Analyst Walter Pritchard. Es gebe breit gestreute Hinweise auf eine stärkere Nachfrage in Europa. Dies sei für den Softwarekonzern positiver als für einige seiner Konkurrenten. Das kleine, aber wachsende Russlandgeschäft des Unternehmens bereite aber etwas Sorgen.

Die DAX-Aktie sollte nun wieder Fahrt aufnehmen und den langfristigen Aufwärtstrend fortsetzen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot weiter auf steigende Kurse.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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