ProSiebenSat.1
- Michael Schröder - Redakteur

ProSiebenSat.1 vor den Zahlen: Digitale Impulse erwartet

ProSiebenSat.1 hat im zweiten Quartal nach Einschätzung von Experten trotz der fehlenden Rechte für die Fußball-Weltmeisterschaft deutlich zugelegt. Analysten rechnen erneut mit einem kräftigen Wachstum in der noch jungen Digitalsparte, in der etwa die Online-Videothek Maxdome, Online-Spiele und Reiseportale daheim sind. Der DAX-Kandidat legt am Donnerstag (31. Juli) die Zahlen für das zweite Quartal vor.

Die von Bloomberg befragten Analysten rechnen bei ProSiebenSat.1 zwischen April und Ende Juni mit einem Umsatzplus von neun Prozent auf 682 Millionen Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte wegen der Programm-Investitionen und dem Start neuer Produkte nicht ganz so stark gewachsen sein. Hier erwarten die Analysten einen Anstieg um rund vier Prozent auf 218 Millionen Euro. Damit liegt das Unternehmen auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Konzernchef Thomas Ebeling hatte zuletzt beim Umsatz einen Anstieg im mittleren hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Der Gewinn soll dabei steigen.

Der frühere Pharma-Manager will zudem das Geschäft im Internet und mit Produkten außerhalb des klassischen Fernsehens stark ausbauen. Bis 2018 will er so zusätzlichen Umsatz von einer Milliarde Euro im Vergleich zum Jahr 2012 ins Haus holen. Am Aktienmarkt wurde dieser Kurs in den vergangenen Jahren kräftig honoriert und ermöglichte so auch den Finanzinvestoren KKR und Permira den Ausstieg aus dem Unternehmen. Mit einem Börsenwert von etwas mehr als sieben Milliarden Euro und einem hohen Streubesitz ist ProSiebenSat.1 ein heißer Kandidat für den wichtigsten deutschen Aktienindex DAX. Bereits im September könnte es soweit sein.

Die Aktie von ProSiebenSat.1 befindet sich seit einigen Monaten auf Konsolidierungskurs und notiert derzeit in der Mitte der Seitwärtsrange zwischen 30 und 36 Euro. Kann der MDAX-Konzern mit den Zahlen die Erwartungen der Analysten erfüllen, dürfte es schon Bald zu einem Test der oberen Begrenzung kommen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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