Gold
- Alfred Maydorn - Redakteur

Palladium steigt und steigt – zieht der Goldpreis nach?

Während der Goldpreis weiterhin an der Marke von 1.300 Dollar pro Unze festklebt, eilt der Preis für Palladium von einem Hoch zum nächsten. Am Mittwoch erreichte er 834 Dollar pro Unze und damit den höchsten Wert seit Juni 2011. Das Rekordhoch von 865 Dollar ist in greifbarer Nähe. Kann der Goldpreis nachziehen?

Palladium ist nur noch gut 30 Dollar vom im Februar 2011 erreichten Rekordhoch bei 865 Dollar pro Unze entfernt. Zuletzt hatten vor allem eine durch Streiks in den Minen verknapptes den Preis in die Höhe schnellen lassen. Zudem ist ein steigendes Interesse von Finanzanleger zu verzeichnen.

Gold-Palladium-Ratio auf 10-Jahrestief

Der steigende Preis für Palladium bei gleichzeitig stagnierenden Goldpreisen hat dazu geführt, dass das Gold-Palladium-Verhältnis mit nur noch 1,55 auf das niedrigste Niveau seit 2004 gefallen ist. Für eine Unze Gold lassen sich derzeit also nur 1,55 Unzen Palladium kaufen. Anfang 2013 waren es noch 2,4 Unzen. Im Jahr 2004 notierte Gold bei etwa 400 Dollar.

Trendwechsel nicht in Sicht

Dass sich das Gold-Palladium-Verhältnis wieder verringert, ist eher nicht zu erwarten. Derzeit spricht vor allem das zunehmende Interesse an Palladium als Finanzinvestment für weiter steigende Palladium-Notierungen. Zudem wird das Edelmetall für die Herstellung von Katalysatoren für die Automobilbranche benötigt. Bei Gold hingegen zogen Finanzinvestoren zuletzt Kapital ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Der Bond-King spricht: Gold hat 1.000 Dollar Potenzial

Jeffrey Gundlach ist eine Legende. Als Manager des 9,3 Milliarden schweren TCW Total Return Bond Fund hat er sich einen Namen gemacht, bevor er DoubleLine Capital gegründet hat. Sein Spitzname: Der Anleihekönig. Jetzt sorgt er mit einer furiosen Aussage für Aufsehen: Gold hat das Potenzial um 1.000 … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Das war knapp

Der Goldpreis hat eine verrückte Woche hinter sich: Am Mittwoch kletterte der Goldpreis auf ein neues 20-Monats-Hoch, nur um am Widerstand bei 1.366 Dollar zu scheitern. Anschließend ging es wieder bergab mit der Notierung für das gelbe Metall. Silber scheiterte im gleichen Moment an der … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Knocking on heavens door

Was für ein Schauspiel gestern Abend. Während Real Madrid und Juventus Turin eine Schlacht um den Einzug ins Champions-League Halbfinale lieferten, kämpften Bullen und Bären um die wohl wichtigste Marke bei Gold. Im Sommer 2016 erreicht der Goldpreis 1.366 Dollar. Ein Hoch, das seitdem nicht mehr … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Erst runter, dann rauf?

Gold bleibt weiter in seiner Handelsspanne gefangen. Doch die COT-Daten haben sich zuletzt deutlich eingetrübt. „Es wird wohl erst schlechter werden, bevor es besser wird“, sagt Markus Bußler. Die mehrfachen vergeblichen Versuche, den Widerstand bei 1.360/1.375 Dollar aus dem Markt zu nehmen, … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: 2 Charts, die Sie kennen sollten

Der Sägezahnmarkt bei Gold entnervt einmal mehr die Anleger. Der Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 1.360/1.375 Dollar ist erneut gescheitert, Gold legt den Rückwärtsgang ein. Die Commercials sorgen zudem an der Terminbörse für Druck. Die Netto-Shortposition ist zuletzt deutlich gewachsen. mehr