Novo Nordisk B
- Marion Schlegel - Redakteurin

Novo Nordisk: BB-Biotech-Beteiligung nach Prognose-Senkung kräftig unter Druck

Der weltweit größte Insulinhersteller Novo Nordisk muss wegen Problemen in den USA seine Jahresprognosen leicht nach unten anpassen. Beim Umsatz wird für das Jahr 2016 jetzt noch mit einem Plus von fünf bis sieben Prozent gerechnet anstelle von fünf bis neun Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Beim operativen Gewinn lautet die neue Spanne fünf bis acht Prozent Zuwachs, nach fünf bis neun Prozent zuvor. Gründe hierfür seien zum einen eine Vertragskündigung für das Insulinmedikament NovoLog und Preisdruck bei einigen anderen Produkten.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 54,671 Milliarden dänische Kronen (5,75 Milliarden Euro). Der operative Gewinn fiel um sechs Prozent auf 24,80 Milliarden Kronen - ein Jahr zuvor hatte allerdings der Börsengang einer Sparte das Ergebnis nach oben getrieben. Die Bilanz fiel damit in etwa so aus, wie von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten erwartet hatten. Novo Nordisk erzielt fast 80 Prozent seiner Erlöse mit Insulinmedikamenten.

Analysten mit Halte-Bewertung

Die Aktie von Novo Nordisk hat daraufhin kräftige Einbußen verkraften müssen. Am Montag verlor das Papier in Deutschland mehr als fünf Prozent. Nun haben sich auch erste Analysten zu Wort gemeldet. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Novo Nordisk nach Zahlen für das zweite Quartal von 420 auf 380 dänische Kronen gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Wettbewerbsdruck im US-Diabetesgeschäft nehme zu, so Analyst Matthew Weston in einer Studie vom Montag. Der Umsatz sei im zweiten Quartal schwach gewesen. Die Gewinne hätten aber dank einer besseren Kostenkontrolle die Erwartungen getroffen. Der Experte reduzierte seine Schätzungen bis 2020.

Novo Nordisk war per 30. Juni 2016 zudem der zehngrößte Wert im Portfolio von BB Biotech. Auf den Kurs der Schweizer hatte dies jedoch relativ wenig Auswirkung. Zu gut haben sich zuletzt einige andere Portfolio-Titel entwickelt. Rund 25 Prozent hat beispielsweise das Schwergewicht Celgene in den vergangenen Wochen hinzugewonnen. Der sechstgrößte Wert Ionis konnte sich seit Ende Juni ebenfalls deutlich erholen und sogar zwischenzeitlich rund verdoppeln.

(Mit Material von dpa-AFX)

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