Novartis
- Marion Schlegel - Redakteurin

Novartis: Innovative Krebsbehandlung „Made in Germany“

Zu Beginn dieser Woche hat der Schweizer Pharma-Konzern Novartis das Okay von der Europäischen Kommission für seine CAR-T-Zell Therapie Kymriah erhalten. Bereits im August vergangenen Jahres hatte die amerikanische Arzneimittelbehörde Novartis die erste Zulassung für die CAR-T-Zelltherapie zur Behandlung von Kindern und jungen Erwachsenen mit einer bestimmten schweren Blutkrebserkrankung erteilt. Vor einigen Monaten wurde die Zulassung in Amerika auch auf Erwachsene mit einer weiteren Form von schwerem Blutkrebs erweitert. Nun ist das Verfahren auch in der EU zugelassen.

Die wichtige Zellveränderung in diesem Verfahren wird unter anderem vom deutschen Fraunhofer IZI durchgeführt. Wie Novartis heute bekannt gab, haben die Schweizer mit dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig eine weitere Vereinbarung zur Herstellung von CAR-T (Chimäre Antigen Rezeptor T-Zellen) Zelltherapien für Patienten in Europa für die kommenden Jahre geschlossen. Damit wird die seit 2015 bestehende Zusammenarbeit bei der Herstellung von CAR-T-Zelltherapien für Patienten, die an von Novartis initiierten Studien teilnehmen, erfolgreich erweitert und fortgeführt, so Novartis in einer Mitteilung.

Ester Banque, Leiterin von Novartis Oncology in Deutschland: „Wir stehen mit vereinten Kräften dafür, dass Patienten, die unter aggressiven Formen von Blutkrebs leiden und bislang nur begrenzte Therapiemöglichkeiten haben, neue Hoffnung schöpfen können. Die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie ist ein weiterer Baustein für das Vertrauen und die Investitionen, die Novartis in die Qualität und Innovationskraft des Forschungs-, Entwicklungs- und Herstellungsstandortes Deutschland setzt.“

Der Standort Deutschland spielt für Novartis und die erste weltweit zugelassene CAR-T-Zelltherapie für Krebspatienten über die Herstellung hinaus eine entscheidende Rolle, heißt es von Seiten des Unternehmens. Für die klinische Entwicklung von CAR-T-Zelltherapien stellt Deutschland bis dato die meisten universitären Studienzentren in Europa. Im Bereich der Qualitätssicherung werden alle patientenindividuellen Tisagenlecleucel-Zelltherapien für Patienten in Europa vom Qualitätsmanagement bei Novartis in Nürnberg geprüft und freigegeben. Das Logistikzentrum, über das sämtliche CAR-T-Zelltherapien für Europa fachgerecht versendet werden, hat seinen Sitz in Bönen, NRW.

DER AKTIONÄR zählt Novartis nicht nur wegen seiner hochinteressanten Immuntherapie zu den Pharma-Favoriten. Anleger sollten insbesondere nach dem kürzlich erfolgten Ausbruch über die 200-Tage-Linie ihre Gewinne laufen lassen. Ein schöner Bonus ist die hohe Dividendenrendite von derzeit 3,6 Prozent.

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