Nordex
- Michael Schröder - Redakteur

Nordex-Aktie: Diese Marke muss halten, sonst ...

Mit einem Auftrag über neun 2,5-Megawatt-Turbinen hat Nordex zwar seine gute Marktposition in Großbritannien untermauert. Die Aktie steht dennoch weiter unter Druck. Kurzfristig könnte die Talfahrt weiter gehen. Mittelfristig bietet die TecDAX-Aktie aber durchaus noch Potenzial.

Für den walisischen Windpark "Mynydd Bwllfa" hat die Projektentwicklungsgesellschaft Pennant Walters jetzt fünf Anlagen vom Typ N100/2500 sowie vier N90/2500-Turbinen bei Nordex bestellt. Zudem beinhaltet der Vertrag einen über 15 Jahre laufenden Premium-Service. Der Abschluss ist nach einem 52,5-Megawatt-Auftrag aus dem Jahr 2011 der zweite Vertrag, den Pennant Walters - eine Tochter der Walters Group - mit Nordex schließt: "Es ist für uns von großer Bedeutung, dass wir im Stammmarkt Großbritannien mit unserer Starkwind-Technologie bei einem Bestandskunden wiederholt punkten", so Lars Bondo Krogsgaard, Vorstandsmitglied der Nordex SE.

Mit der Fokussierung auf den Onshore-Markt sowie ausgewählte Regionen hat Nordex seine Auftragspipeline in den letzten Monaten deutlich belebt. Außerdem ist dabei auch die Marge in eine zählbare Region gestiegen. Die Zeit der Verluste ist vorbei. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Verantwortlichen des TecDAX-Konzerns eine EBIT-Marge von 2,5 bis 3,5 Prozent. Schaffen es die Norddeutschen, diesen Trend in den nächsten beiden Jahren überproportional zu beschleunigen, dann könnten die Margen bis 2015 auf das Niveau eines Markführers in den zweistelligen Bereich ansteigen. Bei einem Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro und einer zweistelligen Marge würde das KGV von aktuell über 24 in den einstelligen Bereich sinken. Damit hätte die Aktie auch aus fundamentaler Sicht noch Luft nach oben – trotz möglichem Gegenwind von Seiten der Politik.

Aber: Im Moment gibt die angeschlagene Charttechnik die Richtung vor. Vom Hoch bei 14,40 Euro hat die Aktie bereits knapp 25 Prozent verloren. Der kurzfristige Aufwärtstrend sowie die 38-Tage-Linie konnten keine Unterstützung geben. Im Bereich der 10-Euro-Marke wartet nun neben der 90-Tage-Linie auch eine horizontale Unterstützung. Hier muss die jüngste Abwärtsbewegung stoppen, ansonsten droht ein weiteres Abrutschen bis 8,00 Euro.

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