Nordex
- Jochen Kauper - Redakteur

Nordex: Prognose hoch, Aktie runter – und jetzt?

Etwas über 365 Tage ist Lars Bondo Krogsgaard mittlerweile im Amt. In zwölf Monaten ist viel passiert. Da wäre zum Beispiel die Übernahme von Acciona Windpower. Der Deal wurde von vielen Experten zu Beginn mit großer Skepsis betrachtet. Zu groß sei Acciona Windpower, zu schwierig würde die Integration werden. Viele Anleger hielten sich zurück, die Aktie lief lange seitwärts, testete sogar mehrmals die Unterstützungszone bei 22,50 Euro.

Am Donnerstag hat Nordex die letzten Zweifler überzeugt. Einmal mehr hat das Management rund um Vorstand Lars Bondo Kroogsgard mit dem Zahlenwerk das Vertrauen der Aktionäre gerechtfertigt. Umsatz und Gewinn lagen deutlich über den Erwartungen. Sogar die Jahresprognose wurde nach oben korrigiert. Bravo!

Gute Geschäfte…

Gute Kursziele…

Kein Wunder, dass die Analysten weiter bullish bleiben. Die Commerzbank hat die Aktie nach den Zahlen mit einem Kursziel von 37 Euro eingestuft. Nordex hat die Erwartungen in allen Belangen übertroffen und den Jahresausblick angehoben, schrieb Analyst Sebastian Growe. Oddo Seydler hält ebenfalls 37 Euro für realistisch.

 

Guter Lauf…

Wenige Tage zuvor hat Nordex angedeutet, dass die Nachfrage nach Windanlagen ungebrochen hoch ist. Nahezu im 4-Tages-Rhythmus haben Krogsgaard und sein Team neue Aufträge an Land gezogen.

Einem Abschluss in Frankreich folgte ein Auftrag in Nordirland. Erst am Mittwoch gab das Management einen spektakulären 243-MW- Deal in den USA bekannt. 

Spannender Markt

Die USA zählen zu den wichtigsten Windmärkten der Welt. Durch die Verlängerung des Production Tax Credit Ende 2015 haben sich die Aussichten für Windenergie am US-Markt nochmals verbessert. Marktbeobachter rechnen in diesem Rahmen mit einem Anstieg des Volumens auf über 10 GW pro Jahr.

Halten!

Der positive Newsflow hält an, die Auftragslage von Nordex ist klasse. Das Management hat einmal mehr das Vertrauen der Anleger erfüllt. Nach einem starken Auftakt am Donnerstag fällt das Papier wieder zurück. Einige Analysten hatten im Vorfeld mit guten Zahlen gerechnet. Auch der Newsflow der letzten Tage hatte der Aktie im Vorfeld ordentlich Rückenwind verliehen. Gut möglich, dass einige Trader nach dem guten Auftakt am Donnerstagmorgen ihre Position glatt gestellt haben. Für längerfristig orientiert Anleger ändert sich nichts: Wer investiert ist, gibt kein Stück aus der Hand

Eine Konsolidierung bis auf 26 Euro ist durchaus möglich. Eine weitere Unterstützung liegt bei 25 Euro. Hier verläuft die 90-Tage-Linie.

   


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