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- Michel Doepke - Volontär

Norcom schmiert ab: Halbjahreszahlen enttäuschen

Nachdem Anleger mehrere 100 Prozent mit dem Hot-Stock Norcom erzielen konnten, sorgen die Halbjahresergebnisse für einen herben Rückschlag: Die Papiere verlieren rund zehn Prozent. Ist damit die furiose Rallye beendet?

Nahezu unveränderte Ergebnisse

Im ersten Halbjahr gelang es dem Münchener Big-Data-Spezialisten 7,76 Millionen Euro umzusetzen – marginal mehr im Vergleich zu 7,74 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Beim EBITDA lässt sich ebenfalls nur eine kleine Verbesserung um 33.000 Euro auf 512.000 Euro feststellen. Nach der sagenhaften Rallye von etwa fünf Euro auf über 22 Euro in gut drei Monaten haben sich die Aktionäre ergebnistechnisch offensichtlich mehr erhofft und trennen sich vermehrt von ihren Papieren.

Dennoch ruht die Hoffnung auf einer neuen Produktversion von Norcom. Im Mai wurde das neue Produkt DaSense in der Version 2.0 freigegeben. Dienen soll DaSense weltweit zur Auswertung und Analyse von Testfahrten. Zunehmend setzt das Unternehmen auf intensive Partnerschaften mit Zulieferern in der Automobilbranche, um nachhaltige Umsätze aus den eigenen Produkten zu erzielen und die Position im Big-Data-Geschäft weiter auszubauen.

 

Chart angeschlagen

Die Zahlen konnten nicht überzeugen – nun bleibt abzuwarten, wie sich das zweite Halbjahr des Big-Data-Spezialisten entwickelt. Seit dem fulminanten Anstieg im März hatte die Norcom-Aktie eine eine Dreiecks-Formation ausgebildet, die nun bedingt durch die Verkaufswelle nach unten aufgelöst wurde. Ersten Halt bietet die 200-Tage-Linie im Bereich von 11,25 Euro. Derzeit drängt sich kein Neuneinstieg auf. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 10,40 Euro.

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