Nintendo
- Julia Breuing

Nintendo-Crash: Monat der Extreme

Nach dem rapiden Anstieg der Nintendo-Aktie von über 110 Prozent durch den Pokémon-Hype geht es jetzt wieder bergab. Ein Statement des Unternehmens, dass die App zunächst kaum einen Einfluss auf die Gewinne haben werde, lies die Aktie letzten Freitag 18 Prozent abstürzen – der größte Tagesverlust seit 1990. Nachdem gestern die Quartalszahlen veröffentlicht wurden und der Start von Pokémon Go Plus verschoben wurde, gerät die Aktie weiter unter Druck.

Nintendo verkündete gestern einen Rückgang des Umsatzes von 31,3 Prozent auf 61,9 Milliarden Yen (533 Millionen Euro). Den Großteil des Verlustes schrieb das Unternehmen dem starken Yen zu. Die schwächelnde Wii U hat aber auch einen bedeutenden Teil dazu beigetragen – der Absatz sank um 53 Prozent. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 5,1 Milliarden Yen (44 Millionen Euro).

Pokémon Go Plus als Hoffnungsträger

Das alles ist nicht verwunderlich und dürfte auch die Investoren nicht überraschen. Pokémon Go ist gerade einmal ein paar Wochen alt, hat somit keine Auswirkungen auf die Umsätze des abgelaufenen Quartals. Aber wie wird sich die App in den Zahlen bemerkbar machen? Letzten Freitag verkündete Nintendo selbst, dass Pokémon Go nur einen begrenzten Einfluss auf die Finanzen der Japaner haben werde. Hoffnungsträger war bislang noch das Zusatzgerät Pokémon Go Plus, mit dem das Spielen auch ohne das Öffnen der App möglich werden soll. Vorbestellungen waren bereits möglich. Mit dem Armband wäre Nintendo direkt am Erfolg des Spiels beteiligt und nicht nur über Beteiligungen an der Entwicklerfirma. Nun aber die Enttäuschung: Nintendo verschob den Start bis zum September.

Viele Fragezeichen

Pokémon Go wird Nintendo nicht direkt zu schwarzen Zahlen verhelfen können, das ist vielen Investoren mittlerweile klar. Das Spiel lässt aber die Hoffnung aufkommen, dass Nintendo nun endlich die Bedeutung des Mobile-Gamings erkennt. Man sollte nicht vergessen, dass Nintendos Zelda, Super Mario & Co. in diesem Markt noch nicht vertreten sind. Außerdem arbeitet das japanische Unternehmen zurzeit an der neuen Spielekonsole NX, die laut Bloomberg im März nächsten Jahres auf den Markt kommen soll.

 

Für Mutige

Trotz der extremen Verluste der letzten Tage notiert die Aktie immer noch vierzig Prozent höher als noch zu Beginn des Monats. Mutige können die Schwäche aber nutzen um mit einem Minibetrag mitzuwetten. Pokémon Go wird weiter Rekorde brechen und trotz des zunächst geringen, direkten Einflusses auch Nintendo weiter stärken.


 

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