Nexus
- André Fischer - Redakteur

AKTIONÄR Top-Tipp Nexus: Schöne gläserne Welt - Aktie vor Kaufsignal

Das neue E-Health-Gesetz wird die deutschen Ärzte und Krankenhäuser auf digital umschalten. Es gibt gleich mehrere Gründe, warum Nexus der Hauptprofiteur ist.

Die digitale Medizin drängt sich mit Riesenschritten in unserer Leben. Demnächst halten neue Kommunikationstechnologien in die Bereiche Prävention, Diagnose, Behandlung und Verwaltung des Gesundheitswesens Einzug. Dieser neue milliardenschwere Wachstumsmarkt wird auch E-Health genannt. Der Begriff M-Health (Mobile Health; englisch für „mobile Gesundheit“) ist artverwandt, er umfasst alle medizinischen Verfahren der Gesundheitsfürsorge auf der Basis drahtlos funktionierender Geräte. Dazu gehören neben Smartphones und Tablets auch persönliche digitale Assistenten (PDAs).

Neuerdings gibt es einen Beschleuniger, der die Bereiche E-Health und M-Health demnächst deutlich nach vorne katapultieren wird. Dabei handelt es sich um das neue E-Health-Gesetz, das erst Ende Juni 2015 auf den Weg gebracht wurde („Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“). Die Marschrichtung ist klar: Die Ärzte sollen auf digital umschalten. Das Gesetz schafft die Grundlage für die flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). So soll der Arzt künftig wichtige Notfalldaten sowie umfassende Medikationspläne direkt von der eGK abrufen können.

Was bedeutet das alles? Ganz klar: Die vom EHealth- Gesetz vorgeschriebene bundesweite Einführung eines digitalen Stammdatenmanagements führt dazu, dass im deutschen Gesundheitswesen kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Die zuvor voneinander abgeschotteten Gesundheitsbereiche werden aufgebrochen und miteinander verzahnt, was im Bereich Informationstechnologie eine neue, eigenständige Systemgeneration nach sich zieht. Diese ermöglicht einen noch schnelleren Zugriff auf Patientendaten, wovon Nexus enorm stark profitiert. Die Anwendungen des Softwarespezialisten können sowohl bei mobilen Arbeitsplatzsystemen als auch via Smartphone, iPad und TabletPC eingesetzt werden. Auf diese Weise hat das Klinikpersonal jederzeit alle Informationen schnell zur Hand.

Nexus spielt in die Hände, dass der globale digitale Gesundheitsmarkt mit extrem hohen Wachstumsraten auftrumpfen dürfte. So prognostizieren die Experten von Arthur D. Little für das Jahr 2017 für das Segment M-Health ein Marktvolumen von rund 24,2 Milliarden Dollar. In Deutschland ist mit besonders hohen Wachstumsraten zu rechnen. So geht die Unternehmensberatung A.T. Kearney davon aus, dass das M-Health-Marktvolumen hierzulande von 2012 bis 2017 von 0,91 auf 2,97 Milliarden Euro anziehen wird. Dies entspricht einem Wachstum in Höhe von 227 Prozent. Der Telemedizin-Spezialist Nexus ist am besten gerüstet, um von diesem Megatrend überproportional zu profitieren.

Für das zukünftige hohe Wachstum des M-Health- Sektors mitentscheidend ist die sogenannte elektronische Patientenakte (ePA). Die Nexus-Systeme erlauben die Vernetzung von Medizingeräten und die automatische Übernahme von Daten und Bildern in die ePA. Die strengen gesetzlichen Regulierungen stellen hohe Anforderungen an die Dokumentation der Honorarabrechnungen. Die bekannte Papierdatei des Arztes wird allmählich verschwinden und durch die ePA ersetzt. Die ePA ist eine Datenbank, in der die Anamnese samt Behandlungsdaten, Medikamenten und Allergien der Krankenversicherten gespeichert wird. Das Potenzial ist gewaltig, da in Europa derzeit immer noch weniger als 15 Prozent der Ärzte papierlos arbeiten. Der zu erwartende rasante Anstieg des Anteils der Ärzte mit elektronischen Erfassungssystemen birgt für Nexus enorme Chancen.

Nexus ist im Besitz der Plattform NEXUS.MedFolio, die nach und nach die Konkurrenzprodukte vom Markt verdrängt. So können die Ärzte und Krankenhäuser die Anwendung nahtlos in bereits bestehende IT-Systeme einfügen und je nach Bedarf flexibel erweitern. Da die ePA mit dem Einweiserportal von Nexus verbunden wird, ist ein kontinuierlicher Informationsfluss zwischen den Kliniken und niedergelassenen Ärzten gewährleistet. So ist der einweisende Arzt in der Lage, wichtige Vorinformationen weiterzugeben, sodass die Klinik notwendige Nachbehandlungen sofort einleiten kann.

Nexus schaffte im ersten Halbjahr 2015 durch den Erwerb der quCare B. V. den strategisch wichtigen Eintritt in den niederländischen Markt. Die Gesellschaft mit dem neuen Namen NEXUS Nederland ist jetzt der erste Komplettanbieter von E-Health-Lösungen, was einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Höchst erfreulich ist zudem, dass Nexus in den letzten Monaten lukrative Neuprojekte in Deutschland, Frankreich und Österreich gewinnen konnte. Überaus stark war der Auftragseingang im diagnostischen Bereich, und hier insbesondere in den Bereichen Radiologie und Kardiologie. Da Nexus stark in die Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen Plattform investierte, konnte es die Marktposition noch einmal deutlich verstärken.

Die Zahlen für das erste Halbjahr 2015 konnten sich ebenfalls sehen lassen. So steigerte der Tele­medizin-Spezialist den Umsatz im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 24,4 Prozent auf 37,82 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gelang ein Sprung um 19,6 Prozent auf 4,28 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich der operative Cashflow, der sogar um 115,7 Prozent auf 10,92 Millionen Euro in die Höhe schnellte.

Das starke Wachstum sollte auch in den kommenden Jahren anhalten. So traut der aktionär dem in Villingen-Schwenningen ansässigen Vorzeige-Unternehmen problemlos zu, den Umsatz im Zeitraum von 2014 bis 2017 von 80,1 auf 129,5 Millionen Euro zu steigern. Der Gewinn je Aktie könnte pa­rallel hierzu sogar überproportional um 71 Prozent von 0,76 auf 1,30 Euro ausgeweitet werden.

Das Jahr 2015 stellte sich bisher entgegen den Erwartungen als schwieriges und anspruchsvolles Börsenjahr heraus. So mussten die internationalen Aktienindizes in den vergangen Wochen und Monaten deutlich Federn lassen. Im Gegensatz hierzu besticht Nexus durch eine enorme Relative Stärke und verharrt eisern in der Nähe seines Allzeithochs. Gelingt demnächst der Ausbruch über den Widerstandsbereich zwischen 16,00 und 18,15 Euro, könnten sehr schnell Notierungen oberhalb der 20-Euro-Marke erreicht werden.

Nexus verfügt über eine disruptive Anwendung mit mehreren Alleinstellungsmerkmalen in einem stark wachsenden Zukunftsmarkt. Spekulativ ausgerichtete Anleger steigen jetzt ein.


Apple ist Kult - und wird es immer bleiben?

Apple: Die Geburt eines Kults

Autor: Moritz, Michael
ISBN: 9783941493742
Seiten: 496
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten hier

Apple ist Kult. Unzählige Entwicklungen haben seit der Firmengründung im Jahre 1976 die Welt der Computer und unsere Alltagswelt revolutioniert. iPod, iPhone und iPad sind nicht mehr wegzudenken. Michael Moritz blickt in seinem Buch zurück auf die Anfänge dieser gigantischen Erfolgsgeschichte. Als Time-Redakteur bekam er Anfang der 80er-Jahre Einblicke ins Unternehmen, wie sie einem Außenstehenden nie zuvor und nie danach gewährt wurden. Moritz durfte an Meetings teilnehmen, die Entwicklung eines neuen Computers begleiten und Steve Jobs, Steve Wozniak und andere Protagonisten ausgiebig interviewen. Herausgekommen ist ein Klassiker der Wirtschaftsgeschichte. Das Buch ist um einen Prolog und einen Epilog ergänzt. Im Epilog skizziert Moritz das Geschehen bei Apple seit dem Erscheinen des Buches im Jahre 1984 und beleuchtet die neuesten Entwicklungen. Lesen Sie, was wahrhaft erfolgreiche Unternehmen ausmacht und wie sie ihren Erfolg nicht nur konservieren, sondern richtig durchstarten.

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