DAX
- Michael Schröder - Redakteur

Neue Höchstkurse zur Wochenmitte: Folgt der DAX dem Wetter?

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften am Montagmorgen zunächst durchschnaufen nach der jüngsten Rekordjagd. Vor dem Wochenende hatte der Leitindex eine weitere Höchstmarke erobert. Zum Auftakt der neuen Handelswoche dürfte der DAX auf der Stelle treten. Aber dann könnte sich die Rallye weiter fortsetzen.

Die Vorgaben aus Übersee sind gemischt: Während an der Wall Street der Future auf den Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Freitag unter dem Strich auf der Stelle trat und auch aus Tokio keine eindeutigen Impulse kamen, legten die Börsen Chinas in Erwartung weiterer staatlicher Konjunkturhilfen zu. Hintergrund war ein überraschend starker Rückgang des chinesischen Außenhandels.

Vor allem das billige Geld der Notenbanken, insbesondere der Europäischen Zentralbank (EZB), sowie der schwache Euro haben den hiesigen Aktienmarkt zuletzt auf historische Höhen geschoben. Experten warnen jedoch, dass die Kurse der makrowirtschaftlichen Entwicklung davonlaufen könnten. Besondere Bedeutung wird daher auch der anstehenden Berichtssaison deutscher Unternehmen beigemessen, die besonders gut ausfallen müsse, um den hohen Bewertungen gerecht zu werden, wie Experten betonten.

Die hohe Korrelation zwischen nachgebendem Euro und steigenden Aktienmärkten macht Sinn. Die Euro-Schwäche ist bei den heimischen Konzernen angekommen. Rund 38 Prozent der Unternehmensergebnisse haben die Erwartungen von Analysten übertroffen - deutlich mehr als im Schlussquartal 2013 und im Durchschnitt der vergangenen neun Quartale. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen: Viele der aktuellen Unternehmensausblicke dürften sich im weiteren Jahresverlauf als zu konservativ zeigen – und nachgebessert werden. Die Pessimisten merken an, dass diese Erwartung bereits größtenteils in den Kursen eingepreist ist.

In der neuen Handelswoche werden sich alle Augen vor allem auf die USA richten, wo die Berichtssaison nach dem verhaltenen Start durch den Aluminiumkonzern Alcoa mit den Bilanzen unter anderem mehrerer Banken an Fahrt aufnimmt. Hierzulande bleibt es an der Berichtsfront vorerst noch relativ ruhig.

Aus charttechnischer Sicht ist mit dem Sprung über das bisherige Rekordhoch bei 12.219 Zählern der Startschuss für eine Fortsetzung der Rallye gefallen. „Die Wahrscheinlichkeit einer positiven Trendfortsetzung ist höher einzustufen als die einer weiter gehenden Konsolidierungsbewegung“, heißt es in einem charttechnischen Kommentar der DZ Bank. „Daher kann nach wie vor ein weiteres Anschlusspotenzial bis zum 161,8%-Fibonacci- Retracement bei 12.590 Punkten abgeleitet werden.“ Mit diesem Ziel kann sich DER AKTIONÄR anfreunden. Daher bleiben Anleger in dem mehrfach vorgestellten DAX Turbo-Long (WKN CC7ZFN) von der Citigroup weiter investiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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