Nestle
- Andreas Deutsch - Redakteur

Nestlé vor Rekordhoch - Dino nähert sich Top-Form an

Der Schweizer Traditionskonzern Nestlé erfindet sich gerade neu – dank dem neuen CEO Mark Schneider. Die Aktie nähert sich dem Rekordhoch an.

Mark Schneider hat mit Nestlé viel vor: Der Deutsche, seit Januar 2017 Chef bei den Schweizern, will die operative Marge bis 2020 von 14,7 auf 18,5 Prozent steigern. Deswegen schließt er Werke, stellt Marken auf den Prüfstand, lässt in den Laboren permanent neue Produkte testen.

Um Nespresso wieder zur absoluten Nummer 1 zu machen, setzt Schneider auf die Riesenkaffeekapsel Vertuo für größere Portionen. In Nordamerika ist das System ein Renner, mit seiner Hilfe hat Nespresso seinen Umsatz dort innerhalb von vier Jahren auf eine Milliarde Dollar verdreifacht. Verkaufsstart in Deutschland ist im September.

Kaffee in Kapseln ist nach wie vor ein riesen Geschäft, allein die Deutschen verbrauchen im Jahr drei Milliarden Stück.

Kaffee ist ein Mega-Geschäft

Im Mai landete Schneider einen wichtigen Coup in den USA: Nestlé wird künftig weltweit die Produkte der US-Kaffeehauskette Starbucks vermarkten. Kostenpunkt: 7,2 Milliarden Dollar Sofortzahlung plus Lizenzgebühr. Nicht wenig, aber der Deal hat viel Potenzial. Zum Beispiel kann Nestlé dank Starbucks kräftig Gas in China geben. Eine Top-Idee wäre, den Kaffee der amerikanischen Kultmarke weltweit in Kapselform anzubieten – die Starbucks-Jünger würden die Supermärkte stürmen.

Noch nicht satt

Seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt Nestlé 175 Prozent im Plus. Damit dürfte das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht ist – zumal die Risiken für einen Crash des Gesamtmarktes gestiegen sind. Dadurch rücken defensive Top-Aktien wie Nestlé wieder in den Fokus.

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