Alibaba
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Nach Singles-Day-Rekord – Alibaba plant massiven Umbau

Alibabas Top-Management denkt überhaupt nicht daran, sich auf dem Erfolg seines "Single Days" auszuruhen. Trotz Rekordumsätzen von 30,8 Milliarden Dollar will der designierte Firmenchef Daniel Zhang Yong die beiden wichtigsten Sparten – E-Commerce und Cloud – neu ausrichten.

Was ist passiert?

Chinas E-Commerce-Powerhaus plant den strategischen Umbau. Wie Alibaba mitteilte, soll T-Mall neben der E-Commerce-Plattform zukünftig T-Mall Supermarkets sowie die Import- und Export-Operationen beinhalten.

(Quelle: Alibaba)

T-Mall ist Chinas größte E-Commerce-Plattform und die weltweite Nummer 1 im Cross-Border-Handel. Über alle Handelsplattformen hinweg brachte es das chinesische Schwergewicht im zweiten Quartal 2018 auf 634 Millionen monatlich aktive Nutzer (Mobile).

 

Alibabas Cloud-Sparte wird ebenfalls aufgerüstet und dürfte den Markt in der Volksrepublik dann noch stärker kontrollieren. 2017 kam das Geschäft mit der "Wolke" auf einen Marktanteil von 45 Prozent (2016: 41,4%). Der Anteil entsprach dem gemeinsamen Wert der nächsten 8 Konkurrenten. Im globalen Wettbewerb liegen lediglich Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) vor den Chinesen.

 

 (Quelle: Alibaba)

Weshalb ist das relevant?

Alibaba wird zukünftig den E-Commerce, das Cloud-Geschäft und den Bereich New Retail mit den Hema-Supermärkten stärker in den Fokus stellen. Der Umbau der einzelnen Sparten mit flacheren Hierarchien erlaubt es dem Unternehmen, die im E-Commerce und im stationären Einzelhandel gewonnenen Kundendaten effizienter über die eigene Server-und Analyse-Infrastruktur zu verarbeiten und anschließend erneut gewinnbringend zu nutzen. 

Das große Ganze

DER AKTIONÄR bleibt langfristig weiter positiv für Alibaba eingestellt, kurzfristig unterliegen die Aktien wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China einem höheren Risiko. Charttechnisch arbeitet die Aktie nach den massiven Verlusten der Vormonate an einer Bodenbildung. Risikofreudige Anleger wagen den Long-Einstieg ab 160 Dollar und hoffen auf eine Entspannung im Handelsstreit Ende November auf dem G20-Gipfel. 

 

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