Morphosys
- Michel Doepke - Redakteur

Morphosys: Frische Daten, höherer Verlust erwartet – Abstauberchance!

Morphosys 20140408

Die Jahreszahlen für 2017 sind bei Morphosys eher eine Randnotiz. Wesentlich wichtiger ist der Ausblick auf 2018: Da erwartet die Biotech-Schmiede einen deutlich höheren Verlust mit einem negativen EBIT zwischen 110 und 120 Millionen Euro. Geschuldet ist dies dem Projekt MOR208, welches Morphosys schenllstmöglich zur Marktreife führen will. Darüber hinaus hat das TecDAX-Unternehmen mit weiteren Daten zu diesem wichtigen Projekt nachgelegt.

In Kombination mit Lenalidomid bei Patienten mit einer agressiven Lymphdrüsenkrebsform (DLBCL) bestätigten die Zwischenresultate die vorangegangenen Daten von MOR208 in dieser Indikation. Von den 81 bis dato eingeschlossenen Erkrankten konnte Morphosys eine Wirksamkeitsanalyse durchführen. 49 Prozent der Patienten sprachen auf den Wirkstoff an. Darüber hinaus stellte Morphosys keine unerwarteten Toxizitäten für die Wirkstoffkombination fest – eine gute Basis, um mit der US-Gesundheitsbehörde FDA den schnellsten Weg für die Marktzulassung von MOR208 zu evaluieren.

2017 weitesgehend im Rahmen der Erwartungen

Quelle: Morphosys

Auf der Umsatzseite schloss Morphosys das Geschäftsjahr 2017 über der Prognose an, das negative EBIT bewegt sich im Rahmen der hauseigenen Schätzungen. Zudem verfügt Morphosys zum Jahresende über 312 Millionen Euro an liquiden Mitteln.

In diesem Jahr soll das Schuppenflechte Mittel Tremfya (zusammen mit Janssen auf den Markt gebracht) zwischen 20 und 25 Millionen Euro in die Morphosys-Kasse spülen. Trotzdem soll der EBIT-Verlust nach 67,6 Millionen im Jahr 2017 kräftig auf 110 bis 120 Millionen im laufenden Jahr anwachsen, allen voran wegen der Forcierung des Projektes MOR208.

Auf die Lauer legen

Der höhere angekündigte Verlust dürfte heute massiv auf die Stimmung drücken. Mutige Anleger versuchen im Bereich von 75,00 Euro abzustauben, sollten die Position allerdings mit einem Stoppkurs bei 70,00 Euro absichern. Wer langfristig bei der Biotech-Schmiede engagiert ist, bleibt an Bord. Denn an den starken Zukunftsaussichten hat sich bei Morphosys nichts geändert.

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