Vonovia
- Thomas Bergmann - Redakteur

Mega-Fusion im Immobiliensektor - Nummer 1 will Nummer 2 kaufen!

Im deutschen Immobiliensektor bahnt sich eine Megafusion an: Die Nummer 1 der Branche, Vonovia, will den zweitgrößten Anbieter, Deutsche Wohnen, für knapp neun Milliarden Euro übernehmen. Dadurch will der Essener Konzern die Übernahme von LEG Immobilien durch die Deutsche Wohnen AG verhindern. Ferner würde Vonovia, seit September erst im DAX gelistet, zum unangefochtenen Branchenführer in Deutschland aufsteigen.

Zehn Prozent Prämie

Den Aktionären von Deutsche Wohnen sollen je elf Anteile 83,14 Euro in bar sowie sieben eigene Aktien geboten werden, teilte der DAX-Konzern mit. Gemessen zum Schlusskurs vom Dienstag ist das eine Prämie von 9,8 Prozent. Voraussetzung für das Gebot sei, dass die Deutsche-Wohnen-Aktionäre bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 28. Oktober die geplante Übernahme von LEG ablehnen.

Synergien von 84 Millionen pro Jahr

Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender der Vonovia: "Nach der für uns sehr überraschenden Ankündigung eines Angebots der Deutsche Wohnen AG für die LEG Immobilien AG sind wir zu dem Schluss gekommen, den Deutsche Wohnen-Aktionären eine Alternative vorzuschlagen. Wir sind nach eingehender Analyse davon überzeugt, dass wir damit eine im Vergleich zur angekündigten Übernahmeofferte der Deutsche Wohnen für die LEG Immobilien attraktivere und strategisch sinnvolle Alternative anbieten können."

Eine Fusion hätte laut Vonovia "für alle Beteiligten strategische, operative und wertsteigernde Vorteile". Das Unternehmen erwartet Skalen- und Synergieeffekte in Höhe von 84 Millionen Euro pro Jahr. Darüber hinaus würden sich die Wohnungsbestände sehr gut ergänzen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Deutsche-Wohnen-Aktionäre die Mega-Fusion sehen. Diese Frage wird allerdings schon in 14 Tagen beantwortet. Eine Prämie von zehn Prozent klingt nicht viel, doch wird das Unternehmen ohnehin schon mit einem Aufschlag bewertet.

Größe ist alles!

Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen hätte sicherlich - wie Vonovia erklärt - für alle Beteiligten erhebliche Vorteile. Entsprechend sollte sich eine Fusion auf lange Sicht in steigenden Kursen niederschlagen. Vonovia ist, unabhängig von einer möglichen Fusion mit Deutsche Wohnen, ein Basisinvestment im Immobiliensektor und daher auch Bestandteil im "10-Prozent-Plus-Depot" des AKTIONÄR.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Advertorial | 0 Kommentare

DER ANLEGER: Aktien auf Rekordfahrt – So handeln Sie jetzt richtig! + Bitcoin, Immobilienaktien, GAFAM, TSI

Der Deutsche Aktienindex DAX steht in diesen Tagen so hoch wie noch nie in seiner Geschichte. Die Rekordfahrt der Aktien geht auch im achten Jahr der Hausse weiter. Allein auf Jahressicht hat das deutsche Börsenbarometer 20 Prozent an Wert gewonnen. Aktien sind damit die Anlageklasse der Stunde. … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Vonovia: Top-Aktie - Top-Zahlen!

Der Immobilienkonzern Vonovia blickt auf sehr erfolgreiche neun Monate zurück und auch sehr optimistisch in die Zukunft. Aufgrund der für Immobilien optimalen Rahmenbedingungen konnte der DAX-Konzern sämtliche Kennzahlen steigern. Zudem sollen die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöht werden. Der … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Vonovia: Nur noch eine Frage der Zeit

Der Sprung auf ein neues Allzeithoch lässt bei Vonovia weiter auf sich warten. Die Aktie des größten deutschen Wohnungsunternehmens auf dem Frankfurter Börsenparkett beißt sich im Bereich von 37 Euro immer wieder die Zähne aus. Die Geduld der Anleger sollte sich aber bald auszahlen. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Vonovia: Ist die Erfolgsstory am Ende?

Mit dem schwächeren Gesamtmarkt hat auch die Aktie des größten deutschen Wohnungskonzerns zuletzt Federn lassen müssen. Zu allem Überfluss wurde dabei der seit Januar gültige Aufwärtstrend gebrochen. Sollte keine schnelle Kurserholung folgen, drohen Vonovia weitere Kursverluste. Hoffnung geben aber … mehr