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- Jochen Kauper - Redakteur

Marktexperte Andreas Lipkow: „Alle Augen sind auf China gerichtet“

Die etablierten westlichen Industrienationen können nur noch geringe wirtschaftliche Wachstumszahlen aufweisen und befinden sich seit Jahren in einer Phase der Stagnation. "Somit sind alle Augenpaare auf die gut laufende Konjunktur in China gerichtet. Während die großen Wirtschaftsregionen wie Nordamerika und Europa kaum noch nennenswerte wirtschaftliche Wachstumszahlen vorweisen können, richten sich die Hoffnungen der Finanzakteure auf eine weiter hohe Wachstumsdynamik in China. Es war den Notenbanken bisher nicht möglich gewesen, die Folgen des Finanzcrashs aus den Jahren 2007/ 2008 komplett zu beseitigen und gleichzeitig die Wachstumszahlen der Realwirtschaft in den einzelnen Ländern wieder auf ein Normalmass zurückzuführen. Vielmehr finden sich die Volkswirte mit immer geringeren Wachstumszahlen ab und passen ihre Bewertungsmodelle entsprechend an“, sagt Andreas Lipkow, Marktstratege der Kliegel und Hafner AG.

Wichtigster Markt für die Autobauer

In China haben sich indes ganz andere Ereignisse zugetragen. War das größte Land der Erde lange Zeit lediglich die Werkbank der Welt und wurde die Arbeitsleistung vor allem von großen multinationalen Konzernen abgefragt, transformierten die politischen Lenker des Land der Mitte die Abhängigkeit der Wirtschaftsleistung stärker auf den binnenwirtschaftlichen Dienstleistungssektor. „Viele Konjunkturprogramme wurden etabliert und aus den enormen Währungsreserven des Landes finanziert. Dies hatte zur Folge, dass sich immer mehr Unternehmen in einer umgedrehten Abhängigkeit bzgl. ihrer Nachfrage der Produkte wiederfanden. In Deutschland ist es speziell die Automobilbranche, welche derzeit mehr Fahrzeuge in China absetzt als auf dem ehemals wichtigsten Absatzmarkt Nordamerika. Auch viele Maschinenbauunternehmen bekommen einen Großteil ihrer Aufträge aus dem kommunistischen Land“, so Lipkow.

China gibt den Ton an

Das führte auch in der Investmentbranche dazu, dass der Fokus immer stärker auf China gelegt wurde. „Die Entwicklungen in den einzelnen Ländern traten in den Hintergrund so lange das Wachstum in China weiterhin auf Hochtouren lief. Der vom Staat initiierte Masterplan mit einer vorgegebenen Wachstumsrate von 6,6 Prozent ist in den derzeitigen Zeiten eine Ansage und nur umsetzbar, wenn entsprechend die dazugehörigen Parameter wie Energiepreise, Lohnkosten und Immobilienpreise ebenfalls staatlich reglementiert werden können. Letzteres schien jedoch in den vergangenen Jahren teilweise heftig aus dem Ruder zu laufen. Zu stark war in diesem Sektor der spekulative Charakter von der Vielzahl neuer Investoren wahrzunehmen. Dieser strahlte gleichzeitig auch in den chinesischen Aktien- und Finanzmarkt hinein und erschuf ein gigantisches Schattenbanksystem und einen heißgelaufenen Aktienmarkt.

Einige Folgen des Turbokapitalismus konnten zum Jahresbeginn anhand der enormen Kursverluste und einmaligen Interventionen seitens der chinesischen Regierung sehen. Trotzdem wird China auch in den kommenden Jahren nicht wegzudenken sein und eine immer wichtigere Rolle sowohl an den Finanzmärkten als auch in der Realwirtschaft spielen. Das hohe Wachstum von über 6 Prozent hat auch in den kommenden drei bis fünf Jahren weiterhin Bestand und damit die Aktienkurse an den chinesischen Finanzmärkten einen guten Nährboden“, so lautet das Fazit von Andreas Lipkow.

 

 

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  • Thomas Schneider -
    Der Artikel oben entspricht dem Kommentar von Andreas Lipkow im aktuellen Aktionär. Scheinbar liest das keiner in der Redaktion, bevor so etwas in den Druck geht. Lipkow bezeichnet China als das größte Land der Erde. Ist es aber nicht, sondern das bevölkerungsreichste. Weiter schreibt Lipkow von "dem kommunistischen Land", nur um wenige Zeilen später über den Turbokapitalismus in China zu schreiben. Alles recht oberflächlich, wie ich finde.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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