Marine Harvest
- Thorsten Küfner - Redakteur

Marine Harvest: Langsam wird es brenzlig

Das Chartbild der Aktie von Marine Harvest hat sich zuletzt weiter eingetrübt. Neben weiteren eher negativen Analystenkommentaren belasten auch die Meldungen über weitere Fälle von ISA in Norwegen und nun auch in Kanada, einer für Lachse sehr gefährlichen Blutarmut. Wie sollten Anleger jetzt handeln?

ISA, die Kurzform von Infectious Salmon Anaemia, macht Lachsfarmern weltweit Angst. Es gibt zwar immer wieder einzeln auftretende Fälle dieser für Lachse gefährlichen Krankheit, die zu keinen größeren Schäden für die Farmbetreiber führen, aber dennoch werden viele Manager rasch unruhig, kommt es vermehrt zu derartigen Fällen. So sorgte ISA etwa 2007 in Chile dafür, dass die Lachsproduktion des Landes von 400.000 auf 250.000 Tonnen einbrach. Nun beobachten die Experten genau, ob sich das Virus weiter in Norwegen und in Kanada ausbreitet oder nicht.

Viele Investoren wenden sich daher vorsichtshalber von den Aktien der Lachsfarmbetreiber wie etwa Marine Harvest ab. Dies lässt sich auch beim Blick auf das Chartbild erkennen. So hat der Kurs erneut ein weiteres Zwischentief nach unten durchbrochen.

Was nun?
Für bereits investierte Anleger gilt es nach wie vor, den Stoppkurs bei 13,10 Euro zu beachten. Marine Harvest ist zwar ein sehr gut aufgestellter Konzern mit guten Aussichten in einem langfristig enorm bedeutenden Sektor, aber die wichtigste Regel an der Börse lautet nun einmal: Verluste begrenzen! Wer noch nicht investiert, sollte weiter an der Seitenlinie verharren, zumal der Stichtag für die nächste Zahlung der Quartalsdividende (3,40 Norwegische Kronen werden erwartet) ohnehin erst am 23. Februar ist. Bei welchen Dividendenperlen Anleger indes jetzt schon zugreifen sollten, erfahren Sie hier.

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