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Leichte Entspannung im Nordkorea-Konflikt: DAX vor Gegenbewegung - das sollten Anleger zum Wochenstart wissen!

Leichte Entspannung im Nordkorea-Konflikt: DAX vor Gegenbewegung - das sollten Anleger zum Wochenstart wissen!
Foto: Börsenmedien AG
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Michael Schröder 14.08.2017, 07:05 Michael Schröder

Der Streit zwischen den USA und Nordkorea dürfte die Anleger auch in dieser Woche auf Trab halten. Die jüngsten Rücksetzer dürften aber nicht nur dem sich zuspitzenden Konflikt um Nordkorea geschuldet sein. Dennoch dürfte der DAX erst einmal fester in die neue Handelswoche starten.

Zu den Trump'schen Verbalattacken kommen auch noch hausgemachte Probleme wie die deutsche Autokrise und die Quartalszahlen: Anders als in den USA, wo in der laufenden Berichtssaison meist sehr gute Daten vorgelegt wurden, sind die Bilanzen der heimischen Unternehmen bestenfalls durchwachsen ausgefallen – vor allem bei den DAX-Konzernen. Viele Aktien reagierten mit einem Kursabschlag, Verfehlungen wurden überproportional abgestraft. Die Saison der Quartalsberichte neigt sich nun aber dem Ende zu.

In dieser Woche könnte die Konjunktur wieder stärker ins Rampenlicht rücken. Die deutsche Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal könnte am Dienstag Impulse liefern. „Die deutsche Wirtschaft präsentiert sich zur Jahresmitte in glänzender Verfassung“, so Jens Kramer von der NordLB. Der Aufschwung habe an Breite und Tempo gewonnen. „So kann es gern weitergehen, allen geopolitischen Widrigkeiten zum Trotz“, führt der Volkswirt aus.

Ebenfalls am Dienstag stehen in den USA mit den Einzelhandelsumsätzen im Juli die wohl wichtigsten Konjunkturdaten der Woche an. Der immer enger werdende Arbeitsmarkt verschaffe den Verbrauchern in den USA zusätzliche Freiräume beim Konsum, erklärt Tobias Basse von der NordLB. Er prognostiziert einen Anstieg der Umsätze im Einzelhandel von 0,3 Prozent im Vergleich zum Juni. „Keine bombastische Entwicklung", räumt derExperte ein, „aber schon eine steigende Dynamik". Daneben wird zur Wochenmitte das Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed veröffentlicht. Wie immer hoffen Analysten und Anleger auf Hinweise auf die künftige Geldpolitik.

Angesichts einer leichten Entspannung des Nordkorea-Konflikts dürfte der deutsche Aktienmarkt zum Wochenstart an seinen vor dem Wochenende begonnenen Erholungsversuch anknüpfen. Vor dem Wochenende war der Index noch Richtung der Unterstützung um die viel beachtete 200-Tage-Linie knapp über 11.900 Punkten gefallen, bevor er sich fing und seine Verluste fast komplett wettmachte.

Zudem kommen zum Wochenstart gute Konjunkturdaten aus Japan. Dort war die Wirtschaft stärker gewachsen als erwartet. In China waren indes Einzelhandelsumsatz und Investitionen nicht so stark gestiegen wie erhofft.

Das erste Ziel einer möglichen Gegenbewegung wartet im Bereich um 12.300 Punkte. Wie es mit dem kurz- und mittelfristig weiter geht und wie Anleger davon profitieren können, lesen Sie börsentäglich an dieser Stelle.

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