Draegerwerk Vz.
- Marion Schlegel - Redakteurin

Kursexplosion bei Drägerwerk: Besser als QSC und Dialog Semiconductor?

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat dank des schwächeren Euros beim Umsatz im dritten Quartal wieder zugelegt. Analysten sehen nun sogar den Wendepunkt erreicht, Anfang des Jahres war Drägerwerk noch unter die Räder gekommen. Die Prognose wurde im Sommer gekippt. Mit einem Sparprogramm will Drägerwerk nun die operative Marge stützen, die schon im dritten Quartal ordentlich zulegte. Die Aktie reagierte mit einem Sprung an die TecDAX-Spitze und verweist die Aktien von QSC und Dialog damit klar auf die Plätze. Drägerwerk gewinnt am Donnerstag 7,3 Prozent auf 75,30 Euro, QSC 2,8 Prozent auf 1,49 Euro und Dialog 2,1 Prozent auf 26,15 Euro. Commerzbank-Analyst Volker Braun sprach von einem "atemberaubenden Quartal". Die Ergebnisse des dritten Quartals hätten seine bereits über den Markterwartungen liegenden Schätzungen noch getoppt. Mit Blick auf den bestätigten Jahresausblick sieht er nun gute Chancen auf Resultate am oberen Ende der Spanne. Die Investmentbank Equinet empfahl Dräger-Papiere inzwischen zum Kauf. Das starke Quartal markiere einen "Wendepunkt". Mit dem jüngsten Kursanstieg erreichte der Titel des Herstellers von Medizin- und Sicherheitstechnik das höchste Niveau seit Juni.


Trotz starker Zahlen – Dialog bleibt TecDAX-Favorit
Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 6,6 Prozent auf 591,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mitteilte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 27,7 Millionen Euro. Das waren 60 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Ebit-Marge belief sich im Konzern auf 8,0 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent). Dabei profitierte Drägerwerk deutlich von den veränderten Wechselkursverhältnissen und stichtagsbezogenen Bewertungen. "Sollte dieser Trend anhalten, und sich neben dem US-Dollar auch auf weitere, für Dräger wichtige Währungen erstrecken, so würde sich die Ausgangssituation für das kommende Jahr verbessern", sagte Unternehmenschef Stefan Dräger. Die Produktionskosten fallen bei Drägerwerk in Euro an, während die Verkaufspreise in den Lokalwährungen abgerechnet werden. Mit einem Sparprogramm, das seit Sommer läuft, sollen nun Standorte und der Produktmix überprüft sowie das Gewinnwachstum unterstützt werden. Strikte Ausgabenkontrolle stehe auch auf der Agenda. Neue Mittelfristziele solle es zur Bilanzpressekonferenz 2015 geben. Drägerwerk hatte nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal seine Prognosen für das Gesamtjahr gekappt. Bereits im Auftaktviertel lief es für die Lübecker deutlich schlechter als im Vorjahr. Den gesenkten Ausblick bestätigte das Unternehmen nun. Trotz des starken Auftritts heute, muss sich der langfristige Erfolg des jüngsten Sparprogramms allerdings erst zeigen. Unter den TecDAX-Titeln ist Dialog klar die bessere Alternative. 


(Mit Material von dpa-AFX)

 

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