AURORA CANNABIS
- Marion Schlegel - Redakteurin

Korrektur bei Aurora, Tilray & Co – ist dies das Ende der Cannabis-Rallye?

Am gestrigen Mittwoch hat Kanada als weltweit erste große Industrienation den Gebrauch von Cannabis vollständig freigegeben. Die ersten legalen Verkäufe starteten um Mitternacht in den östlichsten Teilen des Landes, in Neufundland und Labrador. Vor den Marihuana-Shops bildeten sich lange Schlangen. Das Bild der Schlange vor einem Geschäft des Cannabisproduzenten Canopy Growth ging durch die Medien. Doch die Aktien der Cannabiswerte konnten an diesem Tag ihre Rallye nicht fortsetzen, im Gegenteil – auf breiter Front waren Verluste zu beobachten.

Tilray verlor 6,4 Prozent auf 148,25 US-Dollar, Canopy Growth verzeichnete ein Minus von 4,3 Prozent auf 65,76 Kanadische Dollar und Aurora Cannabis gab um 2,9 Prozent auf 13,57 Kanadische Dollar nach. Nach den massiven Zugewinnen der Vortage ist dies aber keineswegs ungewöhnlich. Eine Verschnaufpause ist sogar wünschenswert. An den guten Aussichten ändert die kleine Delle nichts. Der kanadische Cannabis-Markt dürfte deutlich wachsen. Im vergangenen Jahr betrugen die Verkäufe von medizinischem Cannabis in Kanada rund 600 Millionen kanadische Dollar. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte erwartet für 2019, dass der Verkauf von Marihuana für Freizeitaktivitäten in Kanada bis zu vier Milliarden Dollar betragen könnte.

Aurora Cannabis mit hoher Kapazität

Im Zuge der leichten Korrektur haben noch nicht investierte Anleger möglicherweise noch einmal die Chance etwas günstiger zuzugreifen. DER AKTIONÄR favorisiert weiter Aurora Cannabis. Das Unternehmen hat sich hervorragend positioniert. Im Vergleich zu Tilray beispielsweise hat Aurora deutlich höhere Kapazitäten. Derzeit dürfte Tilray bis zum Jahresende rund 76.000 Kilogramm Marihuana produzieren können. Im nächsten Jahr will das Unternehmen die Kapazität auf rund 150.000 Kilogramm steigern. Aurora will hingegen in Zukunft rund 570.000 Kilogramm liefern. Zudem besteht bei Aurora unter anderem weiterhin die Fantasie eines möglichen Coca-Cola-Deals. Und der US-Börsengang steht noch in diesem Monat auf der Agenda. Dennoch sollten Anleger ihre Gewinne mit einem auf 6,90 Euro nachgezogenen Stoppkurs absichern.

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