K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S mit Gewinnwarnung – Aktie bricht ein

Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat wegen Produktionsausfällen und anhaltendem Preisdruck im Kaligeschäft im zweiten Quartal einen überraschend starken operativen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, wird der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit I) auf rund 10 Millionen Euro absacken. Die Aktie fällt um mehr als zehn Prozent.

Ein Jahr zuvor hatte K+S operativ noch 179,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei dieser Kennzahl bleiben Bewertungseffekte im Zuge von Wechselkursabsicherungen außen vor. Analysten hatten im Schnitt das Zehnfache auf dem Zettel. K+S begründete den überraschend starken Gewinnschwund neben einem deutlichen Rückgang des Durchschnittspreises im Kaligeschäft und mit unvorhergesehen hohen Produktionsausfällen im Werk Werra. Diese seien im Zuge der begrenzten Versenkerlaubnis für flüssige Rückstände angefallen. Deshalb ruht die Kali-Produktion immer wieder. Im Salzgeschäft sorgte darüber hinaus eine geringere Voreinlagerung von Auftausalz wegen hoher Bestände nach dem milden Winter zu einem deutlichen Mengenrückgang insbesondere in Nordamerika. Den vollständigen Halbjahresbericht will K+S am 11. August vorlegen.

Derzeit einfach zu riskant
Zwar steht das enorm wichtige Legacy-Projekt in Kanada kurz vor dem Produktionsstart und sollte eine für mittel- bis langfristig höhere Förderung zu deutlich niedrigeren Kosten führen. Die schlechten Zahlen gepaart mit der ungewissen Zukunft der Förderung in den deutschen Werken sowie das trübe Chartbild sprechen allerdings derzeit gegen ein Investment in die Aktie von K+S.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Margin Call -
    Wie hier schon mehrfach kommentiert: Das K+S Management zeigt immer wieder treffsicher, dass die Interessen der Aktionäre völlig irrelevant sind. Die Produktionsausfälle waren bereits im Winter absehbar (damals gab es bereits Ausfallzeiten), auch der Preisverfall ist keineswegs „überraschend“. Seriös wäre gewesen, die Prognose frühzeitig zu kassieren. Stattdessen erscheinen die Beteuerungen, K+S sei viel mehr wert, als von Potash geboten, inzwischen wie eine Irreführung.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Commerzbank sieht Kursziel von 30,00 Euro

Mit der Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S geht es im heutigen Handel in einem anhaltend trüben Marktumfeld erneut bergab. Auch ein freundlicher Analystenkommentar aus dem Hause Commerzbank liefert keine Unterstützung – obwohl man hier reichlich Kurspotenzial sieht. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Deshalb steigt der Aktienkurs

Der Großteil der Aktien im HDAX präsentiert sich zum Wochenauftakt stark. Die Anteile von K+S ragen hierbei mit einem Kursplus von fast drei Prozent noch einmal deutlich heraus. Dabei hat die UBS heute ihre Verkaufsempfehlung für die MDAX-Titel bestätigt. Doch es gibt eine andere erfreuliche … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Jetzt ein Kauf!

Die Experten der französischen Großbank Société Générale haben die Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S erneut näher unter die Lupe genommen. Das Ergebnis dürfte den Anteilseignern des MDAX-Konzerns durchaus gefallen: Die Einstufung und das Kursziel werden jeweils nach oben gesetzt. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

Enttäuschung bei den Anlegern am Markt, die auf eine Wiederbelebung des Kalikartells zwischen Uralkali und Belaruskali gesetzt hatten. In den gestrigen Gesprächen konnten sich beide Parteien nicht auf eine gemeinsame Verkaufspolitik einigen. Es sollen nun noch weitere Verhandlungen folgen, eine … mehr