K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S-Chef Norbert Steiner „Wir werden liefern!“

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat nach der Abwehr der milliardenschweren Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash seine Handlungsbereitschaft signalisiert. Konzernchef Norbert Steiner erklärte: "Der gesamte K+S-Vorstand ist sich bewusst, dass wir 'liefern' müssen - das werden wir auch tun!"

"Wir haben die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft von K+S gelegt", betonte Steiner. In Kanada steckt der Konzern derzeit viel Geld in eine neue Kali-Mine. Zudem setzt der Manager auf eine anhaltende Kostendisziplin sowie der erfolgreichen Umsetzung der Wachstumsstrategie für das Salzgeschäft. Am Vortag hatte der Konzern seinen Quartalsbericht vorgelegt und dabei die Prognosen für das laufende Jahr etwas gekürzt.

Salzgeschäft entwickelt sich prächtig
"Wir haben die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft von K+S gelegt", sagte Steiner. Trotz der derzeitigen Abschwächung im Kalimarkt seien die mittelfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte sich bis 2020 schrittweise auf rund 1,6 Milliarden Euro erhöhen. Für 2015 stellte er weiterhin eine attraktive Dividende in Aussicht. Das Salzgeschäft, bei dem der Konzern Weltmarktführer ist, entwickle sich prächtig. Die Sparmaßnahmen würden zudem im Gesamtkonzern konsequent fortgesetzt.

Voll im Zeitplan
In Kanada steckt K+S indes derzeit viel Geld in eine neue Kali-Mine. Das Projekt mit einem Volumen von 4,1 Milliarden Kanadischen Dollar (etwa 2,9 Milliarden Euro) liege weiter im Zeit- und Kostenplan, hieß es. Der Betrieb soll im Sommer 2016 starten. So erschließt sich K+S mit weltweit gut 14.000 Mitarbeitern die erste Kali-Lagerstätte außerhalb Europas. Diese soll die Rohstoffbasis des Konzerns langfristig absichern.


Nichts für schwache Nerven
Mit der deutlichen Anhebung der Dividende soll den Aktionären offenbar ein erstes Zeichen gesendet werden. Es muss aber noch wesentlich mehr kommen, um zu zeigen, dass die K+S-Aktie mehr wert sein soll als die von Potash gebotenen 41 Euro. Mutige Anleger können jedenfalls angesichts der günstigen Bewertung mit einem KGV von 9, einem KBV von 1,0 und einer Dividendenrendite von fast fünf Prozent einsteigen. Der Stopp sollte bei 19,00 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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