K+S
- Fabian Strebin - Redakteur

K+S baut Geschäft in Asien aus - Jetzt kaufen?

Beim Düngemittelproduzenten K+S lief es in den vergangen Monaten alles andere als gut. Probleme mit dem Abwasser in einer wichtigen Produktionsanlage, eine schwache Nachfrage nach Salz- und Kalierzeugnissen und nicht zuletzt die heftigen Marktschwankungen durch das Referendum der Briten zu einem EU-Ausstieg ließen den Kurs abschmieren.

Zukauf in China

Den negativen Newsflow könnte eine strategische Investition in China durchbrechen. Dort hat K+S für einen niedrigen, zweistelligen Millionenbetrag mit Huludao Magpower Fertilizers einen Produzenten magnesiumsulfathaltiger Düngemittel übernommen. Die Präsenz auf dem asiatischen Markt soll so ausgebaut werden. Hintergrund ist auch, dass sich bisher der Absatz vor allem in China von deutschen Standorten aus schwierig bewerkstelligen ließ. Abhilfe soll hier eine Produktionsanlage in der Provinz Liaoning schaffen. Die derzeitige Kapazität von 90.000 Tonnen kann kurzfristig verdoppelt werden.

Günstige Bewertung, aber…

Fundamental scheint das Unternehmen mit einer Dividendenrendite von 5,8% attraktiv bewertet. Auch ein KGV von derzeit 7 mutet günstig an. Die Gewinnwarnung von Ende Juni dürfte den Aktionären noch in Erinnerung geblieben sein. Damals war für das zweite Quartal ein EBIT von zehn Millionen Euro im Vergleich zu 179 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gemeldet worden. Als Hauptgrund nannte das Unternehmen insbesondere den deutlichen Preisverfall für Düngemittel.

Abwarten

Neben Problemen mit der Produktionsanlage in Werra setzen dem Unternehmen vor allem die niedrigen Preise im Kali-und Magnesiumbereich zu. Solange sich hier keine allgemeine Trendwende am Markt abzeichnet, empfiehlt DER AKTIONÄR von einem Einstieg abzusehen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Wie hoch fällt die Dividende aus?

Die Anteilseigner von K+S hatten auch 2017 nur wenig Grund zur Freude beim Blick auf die Aktienkursentwicklung. Viele Anleger trösten sich damit, dass der Düngemittel- und Salzproduzent ihnen zumindest Jahr für Jahr eine Dividende ausschüttet. DER AKTIONÄR zeigt auf, was für die kommenden Jahre zu … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr