K+S
- Maximilian Völkl

K+S: Potash bleibt dran – Politik keine Hilfe

k+s, salz, grube, 20140424

Eine feindliche Übernahme des DAX-Konzerns K+S durch den kanadischen Konkurrenten Potash ist nach wie vor nicht vom Tisch. Während zahlreiche Kleinanleger des Salz- und Düngemittelherstellers das Interesse begrüßen, wehrt sich die Konzernführung weiterhin gegen das Angebot. Auf Hilfe durch die Politik sollte sich K+S dabei allerdings nicht verlassen.

Im Kampf gegen Potash hat sich K+S bereits im Juli an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gewandt. Das Ministerium könnte eine Übernahme durch ein ausländisches Unternehmen zwar verbieten, aber nur, wenn Grundinteressen der Gesellschaft bedroht sind. Das sei bei K+S derzeit allerdings nicht der Fall, so Hartmut Krause, Experte für Wirtschaftsrecht von der Kanzlei Allen & Overy zur Nachrichtenagentur dpa-AFX. „Die Politik hat kaum Möglichkeiten, eine Übernahme von K+S zu verhindern.“

Der Experte lobt den DAX-Konzern dennoch für seine Vorgehensweise. Nachdem Gespräche mit Potash abgelehnt wurden, weil die Offerte von 41 Euro je Aktie als zu niedrig angesehen wurde, muss K+S die zahlreichen kleineren Investoren vom Sinn der eigenen Strategie überzeugen. Im Gegensatz zu anderen Übernahmekandidaten würde der Konzern statt einer emotionalen eine rationale Verteidigungsstrategie fahren, so Krause. Anstatt auf die eigene Unabhängigkeit zu pochen, sagen sie: „Das Gebot ist zu niedrig.“ Kleinanleger, die eher auf Rendite als auf strategische Ziele achten, profitieren davon, da der Preis des Angebots noch nach oben getrieben werden könnte.

Spekulative Möglichkeit

An der Börse kommen die Aussagen Krauses gut an, da die Chancen auf eine Übernahme steigen. Kommt es zu einer feindlichen Übernahme, dürfte diese zu mehr als 40 Euro je Aktie durchgeführt werden. Da Potash K+S anscheinend um jeden Preis schlucken will, können risikobewusste Anleger auf schnelle Kursgewinne setzen. Das enorme Rückschlagspotenzial sollte allerdings beachtet werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


Nach Lektüre dieses Werks sehen nicht nur Börsenneulinge viele Zusammenhänge klarer!

Die Grundlagen der Geldanlage

Autor: Malkiel, Burton G./Ellis, Charles D.
ISBN: 9783941493414
Seiten: 128
Erscheinungsdatum: 18.08.2010
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Mit Burton G. Malkiel und Charles D. Ellis haben Sie zwei der bekanntesten US-Börsenautoren als Ratgeber an Ihrer Seite. Das Ziel der beiden alten Hasen ist einfach: Anlegern die Grundlagen erfolgreichen Investierens einprägsam, verständlich und prägnant zu erläutern. Dazu benötigen die beiden gerade einmal fünf Kapitel: Sparen, Index, Diversifikation, Vermeidung grober Fehler und Einfachheit. Damit muss es auch schon gut sein. Malkiel und Ellis arbeiten die entscheidenden Faktoren gekonnt heraus und lassen den Leser an ihrer unglaublichen Erfahrung teilhaben. Das Zauberwort lautet: Asset Allocation.

Nach Lektüre dieses Werks sehen nicht nur Börsenneulinge viele Zusammenhänge klarer. "Die Grundlagen der Geldanlage" hat das Zeug zum modernen Klassiker.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Was ist die Aktie wirklich wert?

An der Aktie von K+S scheiden sich bereits seit Jahren die Geister. Für einen Teil der Anleger sind die Anteile von „Deutschlands einzigem Bergbaukonzern“ angesichts einer stetig steigenden Weltbevölkerung und der damit verbundenen größeren Bedeutung von Düngemittel ein mehr als klarer Kauf. mehr
| Thorsten Küfner | 1 Kommentar

K+S: „Aktie ist das Doppelte wert“

In einem eher unspektakulären Wochenauftakt sorgt die Aktie von K+S für Aufsehen. Die Anteilscheine des Düngemittel- und Salzherstellers verteuern sich um fast fünf Prozent und führen damit die Gewinnerliste im MDAX an. Rückenwind erhalten die Papiere vor allem durch ein Interview des neuen … mehr