K+S
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K+S: Was bringt die Legacy-Mine?

Es ist eines der wichtigsten Projekte in der Geschichte des DAX-Konzerns K+S: die Legacy-Mine in Nordamerika. Im Zuge des Verfalls der Kalipreise nach dem Auseinanderbrechen des Kali-Kartells von Uralkali und Belaruskali forderten viele Experten 2013, das teure und riskante Projekt zu beerdigen. Nun ist K+S fast am Ziel.

Denn im kommenden Jahr soll der Startschuss für die Produktion in der Mine im kanadischen Bundesstaat Saskatchewan fallen. In einer ersten Phase sollen im Idealfall bereits 2017 rund zwei Millionen Tonnen Kali produziert werden. Zum Vergleich: im laufenden Jahr dürfte sich der Kaliausstoß bei K+S auf etwa acht Millionen Tonnen belaufen. In einer zweiten Phase soll die Produktion in den kommenden Jahren sogar bis auf 4,0 Millionen Tonnen, was den derzeitigen Ausstoß um rund 50 Prozent erhöhen würde. Allerdings dürfte dies laut den aktuellen Unternehmensplanungen erst im Jahre 2034 der Fall sein.

Günstige Produktionskosten
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Legacy-Mine – auf die wohl vor allem der Konkurrent Potash bei seinem Übernahmeversuch im Sommer geschielt haben dürfte – vor allem wegen der niedrigen Kosten. Den Projektionen zufolge dürften sich diese deutlich unter den aktuellen Kalipreisen von etwa 300 Dollar je Tonne liegen. Inklusive Logistikkosten, Abschreibungen und Steuern werden sie auf 225 bis 255 Dollar pro Tonne geschätzt.

Lange Lebensdauer
Die Legacy-Mine dürfte ein Projekt werden, das über Jahrzehnte hinweg eine sehr bedeutende Rolle für K+S spielen dürfte. Denn die Vorräte (Proven and Probable Reserves) werden auf 160 Millionen Tonne beziffert. Die Ressourcen (Inferred and Indicated Resources) sogar auf 981 Millionen Tonnen. Dadurch wird die durchschnittliche Lebensdauer der Bergwerke des DAX-Konzerns deutlich erhöht.

Mutige können zugreifen
Fakt ist: Die hohen Investitionen in die Legacy-Mine sollten sich langfristig für K+S auszahlen. Die Mine dürfte ab dem kommenden Jahr den Umsatz ankurbeln und dank niedriger Kosten relativ rasch auch die gesamten Produktionskosten des Konzerns senken. Angesichts dieser positiven Aussichten ist die Bewertung der K+S-Papiere mit einem KGV von 10, einem KBV von 1,1 und einer Dividendenrendite von fast fünf Prozent wirklich günstig. Mutige Anleger mit einem langen Atem können zugreifen (Stopp 21,50 Euro).


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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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