K+S AG
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Warum kauft der Vorstand jetzt keine Aktien?

Die letzten Monate waren für K+S-Aktionäre eine einzige Enttäuschung. Alleine die Tatsache, dass der Kurs mehr als 50 Prozent gefallen ist, ist traurig. Noch schmerzhafter ist aber, dass keiner der Vorstände, die das Potash-Angebot über 41 Euro als zu niedrig (!) bezeichnet haben, jetzt bei Kursen von 20 (!) Euro deutlich zukauft.

Negativmeldungen en masse
Die Anteilseigner von K+S mussten neben dem drastischen Kursverfall auch eine ganze Reihe weiterer Negativmeldungen verdauen. Es begann – kurz nach der Aufgabe der Übernahmebemühungen durch Potash – mit einer Gewinnwarnung.
Der nächste Tiefschlag kam dann gegen Ende des Jahres. Die Produktion in einigen Werken musste wegen auslaufender Versenkgenehmigungen gedrosselt werden. In dieser Frage gibt es immer noch keine Klarheit. Die Aktionäre wurden in dieser Zeit – wieder einmal – im Regen stehen gelassen. Zudem droht eine empfindliche Strafe von 325 Millionen Euro. Nun ist auch noch beschlossen worden, dass K+S aus dem DAX fliegt und durch ProSiebenSat1. ersetzt wird.

Kaum jemand kauft
Während sich der Kurs in den vergangenen Monaten stets verbilligte, gab es keinen Aktienkauf von Norbert Steiner oder einem seiner vier Kollegen aus dem Spitzenvorstand. Laut insiderdaten.de gab es in den vergangenen Monaten nur vier eher kleinere Insiderkäufe. Dass hier also selbst Kurse von teilweise unter 20 Euro nicht zum Einstieg genutzt werden, ist eigentlich vollkommen unverständlich. Es wäre doch nun endlich einmal an der Zeit, dass die Vorstände den gebeutelten Anteilseignern mit eigenen Taten – und nicht nur mit Worten – beweisen, dass auch sie von zukünftig höheren Kursen der K+S-Aktie überzeugt sind.

Die Aktionäre hätten dieses Zeichen verdient
Die arg gebeutelten Aktionäre hätten längst schon ein derartiges Zeichen verdient. Warum sich das K+S-Management davor ziert, wird wohl deren Geheimnis bleiben. Denn bei diesen vermeintlichen Schnäppchenkursen bei einer Aktie, die deutlich mehr als 41 Euro wert sein soll, nicht zuzugreifen, ist unerklärlich. Es sei denn, die Vorstände wissen etwas, was wir alle noch nicht wissen…..

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  • Heinz - Dieter Tümmler -
    Wäre ich K & S Vorstand hätte ich die Pflicht stabil zu bleiben. Man ist doch nicht verpflichtet dem zu folgen was jeder denkt. Das was jeder denkt ist doch völlig wurscht. Die Wahrheit zählt. und, die Wahrheit ist die Geschäftslage eben von K & S.Und die eben läuft zur Zeit eben parallel ziemlich ungünstig. Man muss eben warten bis bessere Tage kommen.Das kann sich in Kürze doch durchaus ändern..
  • Margin Call -
    Noch etwas: Aus Sicht von Corporate Governance ist die K+S Story ein Trauerspiel und eine Schande für die Aktionärskultur in D. Nun wird auch noch der Vorstand angeklagt. Wenigstens sind sie jetzt endlich raus aus dem DAX.
  • Margin Call -
    Völlig richtig, Herr Küfner. Und legt die Frage nahe, ob dem Vorstand die Aktie jemals mehr als 41 € wert war. Und ob die Vorstandsgehälter (dem Vorstand) nicht mehr wert sind, als das eigene Aktienpaket zu 41 €
  • georg reitz -
    ide von Ihnen angeforderten "Insiderkäufe" wären kaum mit dem bei K+S seit dem 1.1.2016 gültigen Regularien der Compliance-Management in der K+S Gruppe vereinbar. Glück auf! Reitz

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