K+S
- Werner Sperber - Redakteur

K+S: Erholung nach dem Schock

Die PotashCorp hat erklärt, nicht mehr am Kauf von K+S interessiert zu sein, weil der Kali-Markt schwieriger geworden sei. Der Aktienkurs des deutschen, auf Kali und Salz spezialisierten Unternehmens brach daraufhin ein. Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender von K+S, lehnte die Übernahme wegen des enormen Wertpotenzials des Konzerns ab – das nun auch von Analysten gesucht wird.

Gewinnwarnung droht
Virginie Boucher-Ferte, Analystin der Deutschen Bank, schätzt, im dritten Quartal habe das Düngemittelgeschäft im Jahresvergleich leicht zugelegt und gleiche die Schwäche in der Sparte Salz aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte in etwa gleich geblieben sein. Der Vorstand werde jedoch wohl die Gewinnziele für das Gesamtjahr auf das untere Ende der bisherigen Spanne einschränken. Insgesamt rät Virginie Boucher-Ferte, die Aktie mit einem Kursziel von 24 Euro zu "Halten".

Chris Counihan, Analyst der Credit Suisse, schreibt, K+S müsse mit einer schwächer als erwarteten Preisentwicklung in beiden Segmenten fertig werden. Im zweiten Halbjahr und bis ins Jahr 2016 hinein dürften sich die Fundamentaldaten der gesamten Branche verschlechtern. Deshalb bleibt es zwar bei seiner Einschätzung für die Aktie mit "Neutral", doch senkte Counihan sein Kursziel von 38 auf 27 Euro.

"Zu harsch"
Christian Faitz, Analyst von Kepler Cheuvreux, erinnert noch einmal an die offiziell abgesagte Übernahme von K+S und schreibt, auf diese Nachricht hätten die Anleger zu harsch reagiert. Die Investoren würden fundamentale Stärken verkennen. Deshalb rät Faitz weiter zum Kaufen der Aktie, senkte aber wegen seiner reduzierten Gewinnschätzungen sein Kursziel von 40 auf 33 Euro.

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