K+S AG
- Markus Bußler - Redakteur

K+S: Das wäre eine Enttäuschung

Die Aktie des Kali- und Salzproduzenten K+S sucht weiter nach einer klaren Richtung. Fundamental gibt es keine Neuigkeiten. Und auch die Analystenmeinungenb spiegeln mehr oder weniger eine gewisse Orientierungslosigkeit wieder. Heute meldet sich JPMorgan zu Wort.

Die US-Bank JPMorgan hat die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S auf „Neutral“ belassen. Derzeit stünden Verträge Indiens mit Branchengrößen wie dem russischen Kaliproduzenten Uralkali, der Arab Potash Company (APC), der Israel Chemicals Ltd (ICL) und dem nordamerikanischen Exportbündnis Canpotex im Fokus, schrieb Analyst Ben Scarlett in einer Sektorstudie. Gerüchtehalber habe Indien bereits Verträge über 3,1 Millionen Tonnen Kali abgeschlossen und werde bis Jahresende wohl insgesamt bis zu vier Millionen Tonnen benötigen. Offenbar liege der Preis bei 322 US-Dollar je Tonne und damit unter dem Niveau der zweiten Jahreshälfte 2013.

Bewahrheitet sich der Preis von 322 Dollar je Tonne, dann wäre das für die Branche eine Enttäuschung. Mit Preisen unter dem Niveau des 2. Halbjahres 2013 hätte kaum jemand gerechnet. Schließlich sollte der Kalipreis seine Talsohle durchschritten haben. Doch offensichtlich üben sich die Käufer weiter in Zurückhaltung. Die Angebotsseite ist noch immer von dem Kalikrieg des vergangenen Jahres geschwächt. Noch nicht investierte Anleger warten mit einem Einstieg auf ein klares Kaufsignal.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Börse Easy: K+S bleibt ein Risiko für Anleger

Börse Easy erinnert an den Kursrutsch von K+S von mehr als 50 Prozent seit dem Rekordhoch Mitte vergangenen Jahres. Ein Grund dafür ist die gescheiterte Übernahme durch den kanadischen Wettbewerber PotashCorp. Zudem sind die Zahlen des auf Kali und Salz spezialisierten Unternehmens schwach. In den … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Fairer Wert bei nur 15,50 Euro

Es sieht schlecht aus für K+S. Die Zukunft der deutschen Kaliwerke ist ungewiss und auch das Hoffnungsprojekt Legacy in Nordamerika bereitet dem Vorstand Kopfzerbrechen. Kein Wunder, dass die Experten der britischen Großbank HSBC für die Anteile des Düngemittel- und Salzproduzenten schwarz sehen. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: 22 oder 15 Euro?

Was sollte man aktuell mit der Aktie von K+S machen? Bei dieser zu den Anteilscheinen des Düngemittel- und Salzproduzenten scheiden sich weiterhin die Geister – sowohl bei den Privatanlegern als auch bei den Analysten. So haben etwa Kepler Cheuvreux und die UBS komplett konträre Ansichten zum … mehr