K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: Absolut lesenswert – der Potash-Chef rechtfertigt sich

Jochen Tilk, der Vorstandsvorsitzende des kanadischen Düngemittelriesen Potash, hat in einem umfangreichen Schreiben den Ablauf der Übernahmebemühungen detailliert geschildert. Er erklärt auch, warum sich er und seine Vorstandskollegen letztlich dafür entschieden haben, die Übernahmepläne auf Eis zu legen.

Er betont dabei auch ausdrücklich, dass sich Potash für fünf Jahre dazu verpflichtet hätte, keine betriebsbedingten Kündigungen oder Grubenschließungen vorzunehmen, die über die ohnehin vom K+S-Management beschlossenen Maßnahmen hinaus gehen. Damit ließe sich die Abwehrhaltung des Vorstandes Norbert Steiner und seiner Kollegen lediglich damit rechtfertigen, dass für die K+S-Aktionäre eine Ablehnung der Übernahme besser gewesen wäre. Angesichts des dramatischen Kursverlustes scheint die Mehrheit der Markteilnehmer aber nicht daran zu glauben, dass es Steiner gelingen dürfte, den K+S-Kurs aus eigener Kraft auf 40 Euro oder sogar noch mehr hieven zu können.

Steiner unter Druck
Kein Wunder, dass viele Aktionäre von Steiner und seinem Vorstandsteam enttäuscht sind. Das Führungsteam des DAX-Konzerns muss nun liefern, um den Kursrutsch der Aktie zu beenden. Hierzu gehört weitaus mehr als schwammige Aussage wie „mittelfristig gute Wachstumsperspektiven“. Eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik (mehr hierzu unter: K+S: 5 Fakten zur Dividende) wäre eine Möglichkeit. Es bleibt jedenfalls spannend.

Mutige können zugreifen
Mutige Anleger können angesichts der mittlerweile sehr günstigen Bewertung (KGV von 8, KBV von 1,0 und Dividendenrendite von fünf Prozent) zugreifen. Der Stoppkurs sollte dann bei 19,00 Euro knapp unter dem bisherigen Jahrestief platziert werden. Konservative Anleger sollten hingegen noch eine klare Bodenbildung abwarten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S vor der Wende

In den letzten Jahren hatte sich der langjährige K+S-Chef Norbert Steiner bezüglich Umweltfragen wenig kompromissbereit gezeigt. Sein Nachfolger Burkhard Lohr war hingegen von Beginn an wesentlich offener für einen Austausch mit den Umweltschützern, um den Kaliabbau in den deutschen Werken … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das klingt wirklich gut, aber ...

Der Kali- und Salzproduzent K+S hat heute seine neue Strategie „Shape 2030“ vorgestellt und dabei ehrgeizige Ergebnisziele ausgegeben: Demnach will das Management um den neuen Vorstandsvorsitzenden Burkhard Lohr den operativen Gewinn (EBITDA) bis 2030 auf bis zu drei Milliarden Euro steigern. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Mehr als nur Kali

Über viele Wochen hinweg ist darüber spekuliert worden, dass der neue Vorstandsvorsitzende von K+S, Burkhard Lohr, das Salzgeschäft abspalten und an die Börse bringen könnte. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wird ein derartiger Schritt von der Konzernführung nun allerdings … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das muss geliefert werden

Die Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S konnte sich an den vergangenen Handelstagen wieder deutlich erholen. Um eine nachhaltige Trendwende zu vollziehen, müsste der MDAX-Konzern allerdings bei der Vorlage der Geschäftszahlen auch endlich wieder einmal positiv überraschen. DER AKTIONÄR … mehr