K+S
- Thorsten Küfner - Redakteur

K+S: 5 Fakten zur Dividende

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten viele Anleger die K+S-Aktie gekauft, um von einer Übernahme durch den Konkurrenten Potash zu profitieren. Diese Spekulation ist bekanntlich nicht aufgegangen, weshalb die DAX-Titel kräftig unter die Räder gekommen sind. Dadurch wird die Aktie aber nun auch wieder für Dividendenjäger interessant.

Rendite von 5,0 Prozent
Gemessen an der jüngsten Dividendenausschüttung im April in Höhe von 0,90 Euro je Aktie, errechnet sich auf Basis des gestrigen Kurses von 23,08 Euro eine ordentliche Rendite von 3,9 Prozent. Für das kommende Jahr gehen Analysten von einer Anhebung der Ausschüttung auf durchschnittlich 1,15 Euro aus, wodurch die Rendite auf fünf Prozent klettern würde.

Ein herber Einschnitt
Über viele Jahre hinweg wurden die K+S-Aktionäre von der Dividendenpolitik des Düngemittel- und Salzherstellers regelrecht verwöhnt. Angesichts stetig steigender Gewinne wurde auch die Dividende stetig in kleinen Schritten angehoben. Der Zerfall des Kali-Kartells Belarusian hat jedoch zu einem sehr schmerzhaften Einschnitt gesorgt: Die Ausschüttung sank von 1,40 Euro auf nur noch 25 Cent. Die Anteilseigner müssen sicherlich noch reichlich Geduld aufbringen, bis das Niveau von 1,40 Euro wieder erreicht wird.

Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent
K+S schüttete zuletzt fast exakt die Hälfte des 2014 erwirtschafteten Gewinns an die Anteilseigner aus. Die Ausschüttungsquote lag bei 47 Prozent. Angesichts eines für das laufende Jahr erwarteten Gewinns von 2,80 Euro je Aktie würde diese Quote bei einer Dividendenzahlung von 1,15 Euro auf 41 Prozent sinken. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes, der hohen Investitionen in die Fertigstellung der strategisch wichtigen Legacy-Mine in Kanada und den Nettoschulden von mehr als einer Milliarde Euro ist dies aber auch durchaus nachvollziehbar und sinnvoll.

Die Aussichten
Für die kommenden Jahre rechnen Analysten zunähst mit relativ stabilen Ausschüttungen zwischen 1,15 und 1,20 Euro je Aktie, womit die Dividendenrendite bei rund fünf Prozent auf einem hohen Niveau verharren würde. Sollte die ab 2016 mit der Produktion startende Legacy-Mine in Nordamerika wie vom Vorstand erhofft zu einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Gewinn bei K+S führen, dürften weitere Dividendenanhebungen auf der Tagesordnung stehen.

Der nächste Zahltag
Die nächste Dividendenausschüttung erfolgt am Tag nach der Hauptversammlung am 11. Mai 2016. Anleger, die in den Genuss der Ausschüttung kommen wollen, müssen die DAX-Titel zum Ende des Handelstages am 11.05. im Depot haben.

Attraktiv für Dividendenjäger
Auf dem aktuellen Niveau ist die K+S-Aktie für Dividendenjäger mit einer Rendite von rund fünf Prozent einer der attraktivsten DAX-Titel. Mutige können schon jetzt zugreifen (Stopp: 19,00 Euro), weniger mutige Anleger warten noch die Bodenbildung ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S mit roten Zahlen – was nun?

K+S hat auch im dritten Quartal unter Produktionsproblemen und dem anhaltenden Preisdruck im Kali-Geschäft gelitten und rote Zahlen geschrieben. Von Juli bis September ging der Umsatz im Jahresvergleich um 22,9 Prozent auf 687,6 Millionen Euro zurück. Sowohl das Salz- als auch das Kaligeschäft … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Morgen wird es spannend

Morgen ist es soweit: K+S legt die Zahlen vor. Niedrigere Kali-Preise, Produktionsprobleme in Deutschland, Verzögerungen beim Start einer neuen Mine in Kanada und ein schwaches Salzgeschäft - die Liste der Belastungsfaktoren ist lang. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einem scharfen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Ein düsterer Ausblick

Es lief zuletzt wieder rund für die zuvor monatelang gebeutelte Aktie des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S. Der MDAX-Titel konnte sich wieder deutlich von dem Ende September markierten Tief bei 15,89 Euro entfernen. Dadurch hatte sich das Chartbild auch wieder klar aufgehellt. Doch am Freitag … mehr