Allianz
- Fabian Strebin - Redakteur

Jetzt kommt der Milliardenregen bei der Allianz

Die Allianz hat die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt und endlich die Frage beantwortet, ob es nun zu einer Übernahme kommt, oder einem Aktienrückkauf. CEO Oliver Bäte hat sich dann doch dafür entschieden, die Anleger mit Milliarden aus der Unternehmenskasse zu verwöhnen. Der Konzern kauft für drei Milliarden Euro eigene Aktien zurück. Es ist das erste derartige Programm in der Unternehmensgeschichte.

Übernahmepläne bleiben

Obwohl Bäte anscheinend kein geeignetes Übernahmeziel gefunden hat, sind die Pläne langfristig wohl nicht vom Tisch. Der Rückkauf eigener Aktien war dagegen vom Vorstand mehrmals angekündigt worden, sodass der Allianz eigentlich nichts anderes übrig blieb, als zu liefern. Für den Betrag von drei Milliarden kann der Versicherer 17 Millionen eigene Aktien zurückkaufen, was vier Prozent der Marktkapitalisierung entspricht.

Auch die Zahlen zum vergangenen Jahr konnten sich sehen lassen: Der Konzern hat den Jahresüberschuss um vier Prozent auf 6,9 Milliarden Euro hochgeschraubt und erhöht die Dividende um 30 Cent auf 7,60 Euro. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das einer Rendite von 4,7 Prozent. Der Ausblick für das laufende Jahr fiel allerdings nicht ganz so gut aus: Bäte peilt wie auch im Vorjahr ein operatives Ergebnis in der Spanne von 10,3 Milliarden Euro bis 11,3 Milliarden Euro an.

Kaufen!

Auch wenn Bäte beim Ausblick auf die Bremse tritt, sollte die Allianz mit dem Aktienrückkauf genügend Rückenwind haben. Die fundamentale Bewertung ist mit einem KGV von 11 und einer Dividendenrendite 4,7 von Prozent noch nicht zu teuer. Die Empfehlung des AKTIONÄR lautet unverändert Kaufen mit einem Ziel von 200,00 Euro. Anleger setzen bei 125,00 Euro einen Stopp.

 


 

 
Confronting Capitalism

Autor: Kotler, Philip
ISBN: 9783864703768
Seiten: 258
Erscheinungsdatum: 15.06.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

1989: Der Kommunismus ist tot, der Kapitalismus hat sich als das überlegene System erwiesen. 2008: Die Wall Street bringt die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs. 2015: Wir können nicht mehr die Augen vor gravierenden ökonomischen Problemen verschließen. Philip Kotler schaut ganz genau hin. In seinem neuen Buch legt er den Finger in die Wunden des Kapita lismus. Er identifi ziert und analysiert insgesamt 14 strukturelle Mängel: zunehmende Armut, wachsende Ungleichheit, Jobverlust durch Auto matisierung, Umweltzerstörung, Profi t orientierung, …
Kotler zeigt, woran der Kapitalismus krankt – und welche Maßnahmen wir ergreifen müssen, um »das beste aller Wirtschaftssysteme« wieder zukunftsfähig zu machen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Allianz: Das bedeutet die Übernahme von Euler Hermes

Allianz-CEO Oliver Bäte hat sich lange Zeit gelassen. Seit Mai 2015 ist er bereits im Amt. Die erste größere Übernahme erfolgte jedoch erst im vergangenen August mit dem britischen Lebensversicherungsverein Liverpool Victoria für 770 Millionen Euro. Mit der angestrebten Komplettübernahme von Euler … mehr