Tesla
- Marco Bernegg

Ist der Tesla-CEO wichtiger als Jobs, Zuckerberg und Bezos?

Der Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist bekanntlich sehr schmal. Elon Musk hat die Balance auf diesem Grat in eine Kunst verwandelt. Auf der einen Seite tendiert er in Richtung Genie, indem er ein Unternehmen nach dem anderen gründet, von denen einige die Welt verändern können. Andererseits jedoch überwiegt in vielen Situationen - wie beispielweise dem berühmten „Taking Tesla private“ Tweet und dem darin enthaltenen 4/20-Bezug zur Cannabis-Kultur - auch der Wahnsinn.

Die Geister mögen sich am exzentrischen Tesla-CEO scheiden, doch ist ihm nicht abzuerkennen, dass er alles versucht, die Zukunft etwas besser zu gestalten. Dies bestätigte auch der renommierte Astrophysiker Neil deGrasse Tyson gegenüber CNBC. Wenn es um die Frage geht, welche Tech-Koryphäe der heutigen Generation den größten nachhaltigen Effekt auf die Menschheit hat, sieht Tysen Elon Musk ganz vorne mit dabei.

"So wichtig Steve Jobs auch war, kein Zweifel - und auch Bill Gates, weil sie die Revolution des Personal Computing irgendwie zusammen geboren haben. Aber hier ist der Unterschied: Elon Musk versucht, eine Zukunft zu erfinden, nicht nur durch die Bereitstellung der nächsten App", sagt deGrasse Tyson gegenüber CNBC. Er fügte hinzu: "Er denkt über Gesellschaft und Kultur nach. Wie wir interagieren und welche Kräfte im Spiel sein müssen, um die Zivilisation ins nächste Jahrhundert zu führen."

Ist die Tesla-Aktie deshalb ein Kauf?

Musk's Einfluss auf unsere Zukunft ist nur schwer abzustreiten. Alleine mit Tesla hat er damit die gesamte alteingesessene Autobranche durchgerüttelt. Durch seine teils sehr optimistisch gesetzten Ziele, die nur schwer einzuhalten waren, setzte er jedoch immer wieder die Geduld der Investoren auf den Prüfstand, was natürlich auch Auswirkungen auf den Kurs der Aktie hatte. 

Dieser legte in den letzten Wochen deutlich zu, als bei den jüngsten Quartalsergebnissen schwarze Zahlen präsentiert wurden. Der Chart befindet sich nun an einer starken Widerstandszone, deren oberes Ende das 52-Wochen-Hoch bei 387,46 US-Dollar ist. Sollte der Sprung über diese Marke gelingen, ist dies ein klares Kaufsignal. Anleger sollten die Situation jedoch vorerst von der Seitenlinie betrachten, da nach dem rasanten Anstieg eine Konsolidierungsphase wahrscheinlich ist.

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  • Marco Bernegg -
    Damit haben Sie natürlich Recht. Danke für den Hinweis!
  • Titus T -
    Elon Musk hat Tesla nicht gegründet. Sondern er kam als Geldgeber und dann Aufsichtsratsvorsitzender ein dreiviertel Jahr später zu Tesla. Die beiden Gründer Martin Eberhard und Marc Tarpenning schieden 2008 aus der Firma aus.

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| Jan Heusinger | 0 Kommentare

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