DAX
- Maximilian Völkl

Irrfahrt an der Wall Street – DAX jetzt vor Gap-Close

Trotz der positiven Signale vom Handelsstreit zwischen China und den USA ist der Wall Street am Montag die Luft ausgegangen. Der Dow Jones schloss 0,8 Prozent tiefer, konnte sich zum Handelsende aber immerhin deutlich von seinen Tagestiefs lösen. Die schwachen Vorgaben belasten nun aber auch den DAX, der ebenfalls schwächer erwartet wird.

Neben dem enttäuschenden Wochenauftakt an der Wall Street leidet der DAX auch unter schwachen Konjunkturdaten aus China. Dort soll die Wirtschaft in diesem Jahr mit 6,0 bis 6,5 Prozent deutlich langsamer wachsen als bisher. Ministerpräsident Li Keqiang gab damit das niedrigste Wachstumsziel seit fast drei Jahrzehnten vor. Dies zeige eindrucksvoll, „wie kritisch es aktuell um die Weltwirtschaft bestellt ist“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Wirtschaftswachstum in China in Prozent pro Jahr

Der DAX dürfte am Dienstag entsprechend mit roten Vorzeichen starten. Die 200-Tage-Linie bei 11.841 Punkten bleibt damit weit entfernt – eine Attacke auf den gleitenden Durchschnitt wird vorerst aufgeschoben. Es ist nun vielmehr zu befürchten, dass es zu einem Gap-Close bei 11.524 Punkten kommt. Hier sollte dann aber die Trendwende gelingen. Kann die 11.500-Punkte-Marke nicht verteidigt werden, droht ein weiterer Abverkauf bis 11.410 Zähler.

Long-Position

Das Bild beim DAX hat sich wieder etwas eingetrübt. Es bleibt dabei: Die Wall Street gibt auch für die deutschen Börsen die Richtung vor. In den USA braucht es nun neue Impulse von Konjunkturseite, nachdem die positiven Nachrichten zum Handelsstreit in den vergangenen Wochen zu Genüge eingepreist wurden. DER AKTIONÄR bleibt vorerst long. Anleger sollten beim Turbo mit der WKN DDT4RF aber den Stopp bei 7,10 Euro beachten.

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