Infineon
- Stefan Limmer - Redakteur

Infineon: Übernahmekarussell dreht sich

Infineon-Rivale NXP will den US-Konkurrenten Freescale für 16,7 Milliarden Dollar kaufen. Im Blickpunkt der Anleger steht nach der Übernahmeankündigung am Montag auch die Infineon-Aktie, die aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch notiert.

Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg würde NXP der weltweit achtgrößte Chiphersteller werden. Die beiden Konzerne reklamieren für sich, dann der größte Anbieter von Chips für Autos zu sein. Das Geschäft mit Autoherstellern ist zuletzt stark gewachsen und auch die größte Sparte beim deutschen Halbleiterkonzern Infineon. Der DAX-Konzern hat vor kurzem ebenfalls ein US-Unternehmen übernommen. Mit dem rund drei Milliarden Dollar teuren Kauf von Rectifier wollen sich die Münchener vor allem einen besseren Zugang zum amerikanischen und asiatischen Markt verschaffen. Infineon kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von rund 4,3 Milliarden Euro und lag damit in etwa gleichauf mit NXP, der mit der geplanten Freescale-Übernahme jetzt aber davonziehen würde.

Im Rallyemodus

Infineon zählt seit Monaten zu den stärksten Werten im DAX. Ein Ende der Rallye ist noch lange nicht in Sicht. So ist auch ein Großteil der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten zuversichtlich. Zu den optimistischsten Analysten zählt Charles Bordes von AlphaValue. Er bestätigte zuletzt das „Buy“-Rating. Den fairen Wert der Chipaktie beziffert Bordes mit 12,40 Euro.

Dabeibleiben

Investierte Anleger bleiben bei der Infineon-Aktie an Bord. Der seit Oktober 2014 gültige Aufwärtstrend sollte sich auch in Zukunft fortsetzen. In der wachstumsstarken Chipbranche ist der DAX-Titel mit einem KGV von 20 dennoch nicht zu teuer. 

(mit Material von dpa-AFX)

 

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