Drillisch
- Werner Sperber - Redakteur

HSE: Drillisch mit bis zu 100 Prozent Potenzial

Hot Stocks Europe verweist auf eine Studie der Analysten von Mirabaud & Cie SA über die Telekommunikations-Branche. Dabei erklären diese Analysten das Geschäftsmodell von Drillisch, welches mit dem von Freenet praktisch deckungsgleich ist. Auch Drillisch ist eine der größten netzunabhängigen Telekommunikations-Dienstleistungsfirmen in Deutschland. Dabei betreibt Drillisch kein eigenes Netz sondern kauft Mobilfunkdienstleistungen der Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und O2 und verkauft sie unter eigenen Markennamen an die Endkunden weiter. Zu den Marken von Drillisch gehören unter anderem Hello Mobil, Smartmobil.de, DeutschlandSIM, Maxxim, McSIM und Simply. Die Tochterfirma IQ-optimize Software AG entwickelt und vermarktet Software-Dienstleistungen mit denen die Kunden Geschäfts-Prozessabläufe verbessern können. Im vergangenen Jahr kaufte Drillisch rund 300 Ladengeschäfte von Telefónica Deutschland. Dadurch wurde die Partnerschaft mit Telefónica Deutschland noch enger und Drillisch erhielt eine besondere Stellung im Netz von Telefónica Deutschland. Drillisch erhielt einen MBA-MVNO-Vertrag (Mobile Bitstream Access, Anmietung eines entbündelten Datenanschlusses; Mobile Virtual Network Operator, virtueller Mobilfunknetzbetreiber). Damit kann Drillisch wie ein Netzbetreiber handeln, Tarife und Produkte gestalten und hat derzeit als einziger MVNO-Anbieter im Telefónica-Netz Zugriff auf das schnelle LTE-Angebot. Drillisch ließ sich in dem Vertrag wohl weitere Möglichkeiten zusichern, durch die das Unternehmen mittelfristig sogar vergleichsweise einfach zu einem echten Netzbetreiber aufsteigen könnte.

Drillisch wächst deutlich stärker als Freenet, was sich auch im Kurspotenzial widerspiegelt. Die Analysten von Mirabaud schätzen, der Umsatz werde von 630 Millionen Euro im vergangenen Jahr um gut 53 Prozent auf 966 Millionen Euro im Jahr 2018 steigen. Der Gewinn werde dabei von 46 Millionen Euro um fast 120 Prozent auf 101 Millionen Euro zulegen. Damit würde das KGV für das Jahr 2018 auf 18 sinken. Die Dividendenrendite soll von fünf auf mehr als sechs Prozent steigen. Drillisch dürfte die Zahl der Kunden von derzeit 2,7 Millionen auf mindestens sechs Millionen im Jahr 2020 erhöhen. Vor diesem Hintergrund geben die Analysten von Mirabaud das Kursziel mit 56 Euro an. Wenn die Kundenzahl sogar auf 8,8 Millionen steigt, beträgt das Kursziel 100 Euro. Charttechnisch scheint sich bei 33 Euro ein Boden auszubilden. Hot Stocks Europe rät zum Kauf der Aktie.

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