Heidelberg Zement
- Maximilian Völkl

HeidelbergCement: Aktie springt an DAX-Spitze – Strohfeuer oder Befreiungsschlag?

Im bisherigen Jahresverlauf hatten Anleger wenig Freude mit der Aktie von HeidelbergCement. Doch die Zahlen am Donnerstag überzeugen. Seit dem Tief vor zwei Wochen hat der DAX-Konzern bereits knapp 15 Prozent zugelegt. Ein Sparprogramm soll den Zementkonzern wieder in die Spur bringen.

Im dritten Quartal hat HeidelbergCement den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gesteigert. Das bereinigte EBITDA ging dagegen um zwei Prozent auf 1,04 Milliarden Euro zurück. Vor allem die hohen Energiekosten und starken Regenfälle in den USA belasteten und sorgten bereits vor rund drei Wochen für eine Gewinnwarnung. Unter dem Strich blieben 539 Millionen Euro – ein Plus von zwölf Prozent. Umsatz und Nettogewinn lagen damit über den Erwartungen, das operative Ergebnis verfehlte dagegen die Schätzungen.

Mit einem neuen Sparprogramm will HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele den hohen Kosten künftig entgegenwirken. „In Anbetracht der schwächer als erwarteten Ergebnisentwicklung ergreifen wir einschneidende Maßnahmen, um Gewinne und Cashflow zu stärken“, so Scheifele. In den kommenden beiden Jahren sollen Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro in Vertrieb und Verwaltung eingespart werden. Zudem könnten weitere Randbereiche verkauft werden.

Abwarten

Nach rund sieben Prozent Plus am Morgen kann die Aktie die deutlichen Gewinne nicht verteidigen. HeidelbergCement führt den DAX am Donnerstag zwar weiter an, ein nachhaltiger Befreiungsschlag sind die Zahlen aber nicht. Anleger finden derzeit attraktivere Aktien und bleiben an der Seitenlinie.

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