Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold und Goldminen: Totgesagte leben länger

Auch wenn der Goldpreis gerade eine kleine Verschnaufpause einlegt. Die Performance seit Jahresanfang ist beeindruckend. Mittlerweile deutet einiges auf eine erfolgreiche Bodenbildung hin. Das ist auch den Anlegern nicht entgangen. Goldfonds erfreuen sich plötzlich wieder wachsender Beliebtheit.

„Was auffällt, ist eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Goldminenfonds“, erklärt Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Diese waren lange Zeit kaum beachtet worden. Grund für die erhöhte Aufmerksamkeit ist der gestiegene Goldpreis: Nach dem Horrorjahr 2013 mit einem Minus von knapp 30 Prozent geht es seit Jahresanfang wieder aufwärts, zuletzt wurde die wichtige Marke von 1.300 US-Dollar geknackt. Aktuell kostet die Feinunze 1.315 US-Dollar nach 1.206 US-Dollar zum Jahresende. Auch Goldminenaktien, 2013 ebenfalls unter die Räder gekommen, haben sich deutlich verteuert.

Unter den meistgehandelten Fonds

Das belebt die Nachfrage nach entsprechenden Fonds. „Bei uns sind einige Goldminenprodukte unter den zehn meistgehandelten Fonds der vergangenen Woche. Das hatten wir schon lange nicht mehr“, meldet Deisenroth-Boström. Besonders gesucht sind der BGF World Gold Fund (WKNs 974119, A0BMAL), der Falcon Gold Equity (WKN 972376) und der Earth Gold Fund (WKN A0Q2SD). Deren Kursentwicklung zeigt die Erholung klar an: Letzterer kann auf Sicht von einem Monat zum Beispiel mit einem Plus von 18 Prozent aufwarten – auf Jahressicht liegt er mit minus 33 Prozent aber noch tief im Verlustbereich.

Keine Frage: Neben der Nachfrage nach physischem Gold, die auch im vergangenen Jahr ungebrochen hoch gewesen ist, ist auch das Interesse an Goldminenaktien wieder erwacht. Das zeigen die Mittelzuflüsse, die die Goldminenfonds verzeichnen. Allen Unken- und Analystenrufen zum Trotz könnte die Branche im laufenden Jahr ein Comeback erleben.

(mit Material von dpa-AFX)

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