Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold und Goldman Sachs – eine heimliche Liebe?

Die Analysten von Goldman Sachs sind nicht gerade Fans von Gold. Im Gegenteil. Sie sehen – offiziell zumindest – weiterhin schwere Zeiten für Goldanleger. Das Edelmetall wird auf 1.050 Dollar je Unze fallen, schreiben die Experten in einer Studie. Doch offensichtlich kümmert das andere Abteilungen bei Goldman Sachs wenig. Die nämlich kaufen Gold.

Goldman Sachs hat nämlich im viertel Quartal seinen Anteil am SPDR Gold Trust um 77,2 Millionen Dollar aufgestockt. Das entspricht einem Plus von 21 Prozent bei Goldman Sachs. Mittlerweile hält Goldman Sachs Anteile in Höhe von 262,68 Millionen Dollar. Das geht aus einem Bericht der Börsenaufsicht SEC hervor. Doch auch andere Banken, so beispielsweise die BNP Paribas haben ihre Goldbestände über den ETF aufgestockt. Und auch Wellington Management aus Boston, ein angesehener Vermögensverwalter aus Boston, ist beim SPDR Gold Trust eingestiegen.

Es wäre nicht wirklich überraschend, dass sich große Investmentbanken hinter den Kulissen eindecken, um dann später auch offiziell die Meinung zu Gold zu ändern. Die Stimmung ist nach wie vor extrem negativ. Analysten gehen fast einhellig davon aus, dass Gold noch einmal Richtung 1.000 Dollar je Unze – möglicherweise sogar darunter – fallen könnte. Doch der Chart spricht eine andere Sprache. Und auch fundamental könnten die starke Nachfrage aus Asien und ein Ende der Verkäufe bei Gold ETFs den Kurs beflügeln. Der Goldsektor könnte im laufenden Jahr ein ungeahntes Comeback vollziehen. Auch wenn einige Goldaktien bereits deutliche Kursgewinne verbucht haben, das Beste sollte der Branche erst noch bevorstehen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Florian Söllner | 0 Kommentare

Bitcoin: Sicherer Hafen wie Gold?

Was für eine Rallye. In nur einen Monat ist der Wert eines Bitcoin um weitere 83 Prozent auf nunmehr 2.302 Dollar gestiegen. Erst der Beginn? Snapchat-Investor Peter Smith glaubt, der Kurs könne sich bis 2030 auf 500.000 Dollar noch einmal ver-250-fachen. DER AKTIONÄR hat darüber mit … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Besser als gedacht

Vielgescholten – doch eigentlich sieht Gold gar nicht so schlecht aus. Die gleitenden Durchschnitte bilden gerade ein Golden Cross. Sprich, die 50-Tage-Linie durchstößt die 200-Tage-Linie von unten nach oben. Das ist strenggenommen ein starkes Kaufsignal. Und auch die COT-Daten haben sich deutlich … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Sind Sie frustriert?

Der Goldpreis kam am Donnerstag deutlicher unter Druck. Doch das sollte Anleger nicht allzu sehr verwundern. Die Rallye am Mittwoch war vor allem politisch getrieben. Und solche Bewegungen haben meist kurze Beine. Dazu zogen am Mittwoch weder Silber noch Minenaktien mit. Die Korrektur ist also … mehr