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Gold und die magischen 50.000 Dollar

Gold und die magischen 50.000 Dollar
Foto: Börsenmedien AG
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Markus Bußler 18.02.2014, 10:15 Markus Bußler

Für die meisten Analysten lautet die Frage nicht, ob Gold in Richtung 1.000 Dollar fallen wird, sondern nur wann es soweit sein wird. Doch allen Unkenrufen zum Trotz steigt das Edelmetall seit die US-Notenbank FED den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik gestartet hat. Bei den wenigen Optimisten geistert immer wieder ein schier unmögliches Kursziel umher: 50.000 Dollar.


Ja, richtig: 50.000 Dollar für eine Unze Gold. Seien wir ehrlich: Stand heute ist das praktisch unmöglich. Niemand kann ernsthaft damit rechnen, dass sich das Edelmetall in solche Dimensionen aufschwingen wird. Das wäre ein Aufschlag von rund 3.800 Prozent. Das scheint absolut unmöglich. Dennoch will diese Zahl nicht gänzlich aus den Medien verschwinden.

Hyperinflation?

So hat erst kürzlich Egon von Greyerz von Matterhorn Asset Management in einem Interview mit King World News wieder einmal diese Zahl in Zusammenhang mit Gold in den Mund genommen. Seine Argumentation: Derzeit rechneten viele Experten mit einer Deflation. Das sei zwar nicht unmöglich. Doch er selbst sieht eher eine Hyperinflation in vielen Ländern ins Haus stehen. Dies lasse sich an den gestiegenen Rohstoffpreisen ablesen. Er sieht zudem einen vollständigen Kollaps einiger Währungen. Die Edelmetalle werden nach Ansicht des Experten bei alledem den Abwärtstrend dieser Währungen widerspiegeln, wodurch zunächst ein geordneter Anstieg bei den Edelmetallpreisen zu beobachten sein werde. Danach jedoch werde auf den Finanzmärkten nichts mehr in geordneten Bahnen verlaufen und Gold und Silber würden exponentiell ansteigen.

Kein Gold mehr vorhanden?

Auch ein anderer bekannter Edelmetall-Experte sieht den Goldpreis Richtung 50.000 Dollar steigen. Jim Sinclair geht davon aus, dass die Rohstoffbörse Comex bald an Bedeutung verlieren wird. Vielmehr werden die physischen Märkte, die in Asien aus dem Boden schießen beim der Goldpreisfindung den Ton angeben. Er geht davon aus, dass weder das amerikanische noch das deutsche Gold vorhanden seien. Damit sei auch keine Festlegung des Goldpreises in den USA mehr möglich. Daher könnte der Goldpreis in schwindelerregende Höhen steigen. Er selbst habe ein Kursziel von 50.000 Dollar errechnet. Interessant: Laut Sinclair käme auch Goldman Sachs zu einem ähnlichen Ergebnis.

Sicherlich: Die 50.000 Dollar für eine Unze Gold erscheinen aus heutiger Sicht schlicht unmöglich. Und auch Goldbullen werden sich nicht wünschen, dass der Welt eine Hyperinflation ins Haus stehen wird. Anleger sollten die Zahl lediglich gehört haben und einordnen können.

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